Die Abrissarbeiten am früheren Schulareal an der Salzburger Schwarzstraße haben begonnen. Das Ex-Volksschulgebäude wird in Wohnungen umfunktioniert. Die Schule übersiedelte mit den letzten verbliebenen Klassen auf das Areal des Borromäums in Salzburg.
Es ist ein trauriger Anblick, wie der Bagger mit der Abrissbirne in das frühere Schulgebäude fährt und Stück für Stück der nächste Teil abgetragen wird. Seit Anfang der Woche laufen die Bauarbeiten an der Schwarzstraße, dort wo über Jahrzehnte Volksschulkinder und angehende Kindergarten-Pädagogen unterrichtet wurden.
„Krone“-Leser kennen die bewegte Geschichte am Areal: Die BAfEP (Schule für Kindergartenpädagogik) konnte beim Borromäum neu aufgebaut werden. Dort läuft jetzt auch die „Volksschule Schwarzstraße“ mit den letzten vier Klassen aus. „Wir haben hier alles, was wir brauchen“, so Direktor Christoph Sebald, der mit seiner Schulgemeinschaft lange um Zukunft kämpfte, knapp.
87 Schüler in je zwei dritten und vierten Klassen absolvieren hier noch ihre Volksschulzeit, die sie an der Schwarzstraße begonnen haben. Sebald vermeidet es, dort vorbeizuradeln. „Es tut schon weh, wenn man auch hört, dass die mehr als 100-jährige Linde gerade gefällt wurde.“
Das Gebäude der Kindergarten-Schule wird gerade komplett abgerissen und das Volksschulhaus entkernt. Das Stift Admont, das die Schulen von den Franziskanerinnen ankaufte, baut hier großteils kostspielige Wohnungen. Der Orden stand dafür – gerade auch vor dem Hintergrund der sündteuren Wohnpreise in der Stadt – auch in der Kritik. Schlussendlich wurde ein Preisdeckel für 18 von 131 Wohnungen ausverhandelt. Bis zum Sommer 2028 soll am Areal alles fertig sein.
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