Kein grünes Förder-Licht für die „Insel – Haus der Jugend“: Salzburgs Stadtsenat verweigerte dem Förderansuchen für 2026 und 2027 die Zustimmung. Nur die ÖVP wollte zustimmen. Die Mehrheit kritisiert das fehlende Konzept der Kinder- und Jugendeinrichtung und verlangt einen Neustart. Nun ist der Gemeinderat am Zug.
Die Hoffnung der „Insel“ auf neue Fördergelder hat einmal mehr einen Dämpfer bekommen: Salzburgs Stadtsenat verweigerte dem Ansuchen der Kinder- und Jugendeinrichtung für 2026 und 2027 die Zustimmung. Allein die ÖVP scherte bei der Abstimmung aus.
Die Einrichtung am Salzachufer bietet unter anderem Nachmittagsbetreuung. Sie beantragte 2,7 Millionen Euro der Stadt für eine Generalsanierung und diverse Projekte. Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) betonte, es gehe nicht um Misstrauen gegenüber der neuen Geschäftsführung. Stadt und Land hätten den alten Vorstand aber nicht entlastet.
Zudem müsse die „Insel“ laut Verträgen ein offenes Jugendhaus sein. „Das aktuelle Konzept können wir daher nicht fördern“, so Auinger. Stadträtin Anna Schiester (BL) forderte einen Neustart: „Unsere Hand bleibt weiter ausgestreckt.“ Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl (KPÖ) verwies auf „erstaunliche Rücklagen“ des Vereins, die laut Leiterin Cornelia Lindner nur mehr zwei Monate reichen würden.
Klubobmann Paul Dürnberger (FPÖ) sagte, mit dem, was vorliegt „kann man die Förderung nicht machen.“ Susanne Dittrich-Allerstorfer (ÖVP) betonte, die Insel habe „keine Zeit“ und stellte die Frage, wie man diese Institution „mit einem anderen Konzept“ erhalten könne. Der endgültige Beschluss für die Entsagung der Fördergelder liegt beim Gemeinderat.
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