Nach nur drei Wochen ist in St. Nikola an der Donau schon wieder Schulschluss. Nachdem das Aus der Volksschule am 1. Oktober in einer Gemeinderatssitzung beschlossen wurde, wurden heute, am Montag, die Schüler auf zwei Nachbarschulen aufgeteilt. Damit ist nach 213 Jahren Schulbetrieb endgültig Schluss.
Ein ganzer Schwall neue Schüler wurde am Montagvormittag in den Volksschulen Waldhausen und Grein begrüßt. 24 Kinder mussten drei Wochen nach Schulbeginn übersiedeln, weil die Volksschule in St. Nikola an der Donau nach 213 Jahren Schulbetrieb ihre Tore schloss.
Nur Tage nach Beschluss
Die Schließung wurde zwar erst am 1. Oktober in einer geheimen Gemeinderatssitzung offiziell beschlossen, doch im Raum stand sie schon länger: Weil statt der erwarteten 28 Schüler nur 24 angemeldet waren, wurden nur zwei Lehrerposten finanziert – nur genug für eine Klasse. Daraufhin musste zuerst ein eigens aus der Pension zurückgeholter Lehrer gehen, wenig später folgten ihm auch die beiden verbliebenen Lehrerinnen. Schlussendlich entschieden auch die Eltern mehrheitlich gegen den Fortbestand des Schulstandorts.
Anstrengungen vergeblich
Besonders bitter ist die Schließung dennoch: Nachdem eine Kündigungswelle im Frühjahr die Schule fast geleert hätte, wurden im Sommer große Anstrengungen unternommen, um den Betrieb zu sichern – aber ganz offenbar doch vergeblich.
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