Zuerst fehlten die Lehrer, jetzt sind es plötzlich die Schüler. Die kleine Volksschule im St. Nikola (Oberösterreich) steht schon wieder vor der Schließung. Weile mit Schulbeginn weniger Kinder als erhofft an der Schule unterrichtet werden, gibt es wieder Sorge um die Zukunft.
Die kleine Volksschule im St. Nikola/ D. steht schon wieder vor der Schließung, wie meinbezirk.at zuerst berichtete. Denn als vor zwei Wochen das Semester neu gestartet wurden, kamen nur 24 Kinder. Die Folge: Jetzt müssen alle vier Schulstufen in einer Klasse unterrichtet werden, denn erst ab 26 Mädchen und Buben gibt es eine Teilung. Nachdem man zuletzt endlich eine neue Schulleiterin und zwei Lehrer gefunden hatte, sehen diese keine Zukunft in St. Nikola, wollen aufhören.
Kurz aus der Pension zurück
Wolfgang Haas ist mit seinen 74 Jahren extra aus der Pension zurückgekommen. Nach zwei Wochen ist das Abenteuer schon wieder vorbei. „Mir hat es unheimlich Spaß gemacht und ich hätte gerne weitergemacht. Aber ich kann es nicht ändern“, sagt er im Gespräch mit der „Krone“.
Zwei Familien sind weggezogen
Eigentlich hätte 28 Kinder ins Schuljahr starten sollen. „Es sind dann allerdings innerhalb von zwei Wochen zwei syrische Familien weggezogen und damit sind wir unter die Teilungsgrenze gefallen“, so Bürgermeister Engelbert Freudenschuss. Die Bildungsdirektion Oberösterreich zog dann sehr schnell Konsequenzen und berief Wolfgang Haas gleich einmal ab.
Nun soll die Kleinschule endgültig geschlossen werden, dazu muss aber am 1. Oktober erst noch ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss her. Und das geht wieder vielen Eltern zu langsam. Sie wollen, dass ihre Kinder ab sofort in eine andere Schule gehen dürfen.
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