Ein 44-jähriger Georgier soll am Heiligen Abend zig Luxusgüter aus der Wohnung einer jungen Frau in der Wiener Innenstadt getragen haben. Eine DNA-Spur beim prominenten Nachbarn, bei dem der Einbrecher auch zuschlagen wollte, hat die Ermittler zu dem Verdächtigen geführt. Jetzt steht die Anklage.
Während seine Opfer auswärts Geschenke unter dem Christbaum auspackten, schlug ein 44-jähriger Georgier in deren Wohnungen in der Wiener Innenstadt zu. Dabei landete der Einbrecher offenbar einen Jackpot. Am 24. Dezember stieg er laut StA Wien unter Zuhilfenahme von Werkzeug in die Dachgeschoßwohnung einer 28-Jährigen ein.
Whiskey, Vase, Mokassins
Die Liste, was er dort in der Stillen Nacht mit einem unbekannten Mittäter alles herausgetragen haben soll, ist atemberaubend: Dutzende Taschen, allesamt von Chanel oder Hermès, eine davon 44.200 Euro wert. Pelzmäntel, von denen einer 13.000 Euro kostete, einen Ring im Wert von 40.000 Euro, Uhren um bis zu 180.000 Euro das Stück, Parfums, Whiskey, ganze Outfits bis hin zu Mokassin-Schuhen, die 4100 Euro gekostet haben sollen. Sogar eine 12.000 Euro teure Vase fehlt. Der Gesamtwert des Diebesguts aus der Wohnung beläuft sich laut der 28-Jährigen auf 1,065.862 Euro.
Mein Mandant ist zu den Vorwürfen geständig. Allerdings hat er viel weniger mitgenommen als angegeben.

Rechtsanwalt Nikolaus Rast
Bild: zVg
Einbruchsversuch bei TV-Promi in Nachbarwohnung
Auf die Spur des gelernten Technikers kamen die Ermittler aufgrund von DNA-Spuren auf einem Desinfektionsmittel in der Tatwohnung und auf der Trennwand zur Nachbarterrasse. Auch in die Wohnung des TV-Promis, der dort wohnt, gab es einen Einbruchsversuch, der aber scheiterte.
Anwalt Nikolaus Rast vertritt den Langfinger, der in U-Haft sitzt und auf seinen Prozess in zwei Wochen wartet. „Mein Mandant bestreitet, so viel aus der Wohnung mitgenommen zu haben“, sagt Rast.
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