Vier Todesopfer

US-Militär griff erneut Schnellboot in Karibik an

Ausland
05.10.2026 07:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Erneut hat das US-Militär ein von Drogenschmugglern in der Karibik genutztes Schnellboot zerstört und dabei vier Menschen getötet. Das für die Region zuständige Militärkommando Southcom veröffentlichte am Sonntag ein Video, auf dem ein fahrendes Boot von einem Geschoss getroffen wird, explodiert und in einem riesigen Feuerball aufgeht. 

Das Schnellboot sei nach bestätigten Geheimdienstberichten aktiv am Drogenhandel beteiligt gewesen.

Angriffe wohl nicht völkerrechtlich zulässig
Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres immer wieder Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden. Wie auch diesmal ist danach meistens von mehreren getöteten „Drogenterroristen“ die Rede. Insgesamt sollen bei dem Einsatz „Southern Spear“ Dutzende Boote getroffen und weit mehr als 200 Menschen getötet worden sein. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.

Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das Trump ausländische Schmuggler verantwortlich macht. Nach jüngsten Angaben eines US-Regierungsbeamten soll der Drogenschmuggel in der Karibik infolge der Militäreinsätze um etwa zwei Drittel zurückgegangen sein. Auch diese Darstellung lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

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