Salzburgs SPÖ-Chef Peter Eder war Teil der Marathonsitzung der roten Parteigranden in Wien. Mit dem Babler-Rückzug auf Raten ist er zufrieden und sieht eine neue Einigkeit in der Partei.
Stundenlang saßen die Länderchefs und weitere Parteigranden in Wien am Verhandlungstisch. Der Wunsch nach Veränderung sei in allen Bundesländern enorm, so Salzburgs SPÖ-Chef Peter Eder. Die Marathonsitzung wurde phasenweise dann auch zu einer Zerreißprobe. Eder: „Im Wohnzimmer wird durchaus auch hart diskutiert.“ Schlussendlich zeichnete sich dann der Babler-Rückzug auf Raten ab.
Marterbauer als Wunschkandidat der Länder
„Alle haben sich Markus Marterbauer gewünscht, weil er höchst kompetent und sehr verbindend ist“, so Eder. Klar sei aber auch, dass der Finanzminister wegen seiner Krebserkrankung noch Zeit brauche. Dass bis Jänner ein Trio an der roten Spitze steht, sieht Eder als gangbaren Kompromiss.
Dass er nicht zu den Unterstützern des Babler-Kurses mit einer Orientierung weit links der Mitte gehört, ist kein Geheimnis.
Wichtig sind dem SPÖ-Chef aus Salzburg nun vor allem inhaltliche Reformen. „Die Partei geht jetzt geeint in die Zukunft“, meint er. Bei welchen Themen das neue Führungs-Team eine Neuausrichtung will, stand noch nicht auf der Sitzungsagenda. Alle Länderchefs hätten aber angekündigt, sich in Bundesgremien verstärkt einbringen zu wollen, so Eder. Nach der Sitzung ging es für ihn sofort wieder zurück nach Salzburg.
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