SPÖ-Wettquoten. Die – fiktiven – Wettquoten zur SPÖ-Spitze ändern sich beinahe täglich: Am Freitag galt es als relativ sicher, dass Andreas Babler am Sonntag als Parteichef der Roten Geschichte sein werde. Und als relativ aussichtsreichster Favorit galt Finanzminister Markus Marterbauer. Jenem Mann, der die ganze Debatte um die Parteiführung ausgelöst hat, Medienmanager Gerhard Zeiler, gab man zuletzt eher geringere Chance auf die Babler-Nachfolge. Marterbauer genießt ja bei der Bevölkerung seit einiger Zeit die höchsten Vertrauenswerte aller SPÖ-Regierer. Gestern fragten wir unsere Leser und User, ob der Finanzminister ein guter SPÖ-Chef wäre. Und siehe da, in dieser „Frage des Tages“ antwortete eine satte Dreiviertelmehrheit mit Nein. Also doch nicht Marterbauer?
Gefinkelte Strategie? Aber vielleicht kommt es am Sonntag, beim angekündigten roten „Showdown“, zu gar keinem echten Showdown, zu gar keiner Entscheidung. Das glaubt der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der erstmals seit langem wieder an einer überregionalen SPÖ-Sitzung teilnimmt. Er erwarte da keine Personalentscheidungen, verkündete er am Freitag. Manche Beobachter unterstellen Doskozil eine besonders gefinkelte Strategie: Indem er „keine Entscheidung“ in den Raum stelle, provoziere er seinen ewigen Gegner Bürgermeister Miachel Ludwig zu einer Entscheidung. Naja: Sonntag Abend oder in der Nacht auf Montag sollten wir´s wissen!
Kommen Sie gut durch den Samstag!
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