SPÖ-Stadtparteiobmann Ronald Rabitsch bleibt die Chance auf den Chefsessel in der Klagenfurter Stadtpolitik verwehrt. In einer Abstimmung des SP-Parteivorstandes hatte sein Parteikollege Manfred Mertel die Nase vorn und wird als Bürgermeisterkandidat im Zuge der Gemeinderatswahlen 2027 ins Rennen gehen.
Die Entscheidung ist gefallen: Manfred Mertel wird in den anstehenden Gemeinderatswahlen im Februar 2027 als Klagenfurter Bürgermeisterkandidat für die SPÖ antreten. 23 der 45 Mitglieder des SP-Parteivorstandes haben diesbezüglich am Freitag abgestimmt und das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert.
Mertel als „Chef-Coach“
Lange galt Rabitsch als amtierender Parteiobmann und Stadtvize als der Favorit im Rennen. Doch Mertel präsentierte sich in den vergangenen Tagen als Gegengewicht auf Augenhöhe und betonte, dass er „das Gute fördern“ und „mit dem Negativstempel aus den Schlagzeilen kommen will.“
Rabitsch betont die gute Zusammenarbeit: „Mertel ist Chef-Coach, ich bin sein Stürmer.“ Was das genau das bedeutet, will die SPÖ in den kommenden Tagen bekannt geben. Sportlich sieht es auch Mertel selbst: „Ich möchte einen fairen Wahlkampf mit Scheider und gemeinsam für Klagenfurt in einen Ideenwettbewerb treten – und als Sportler auch eine Niederlage akzeptieren.“
„Es liegt mir am Herzen, Wohnmöglichkeiten zu verbessern, mehr Wohnraum zu schaffen, mich mehr für die Jugend einzusetzen“, sagt der 72-Jährige. „Junge Menschen müssen wissen, wofür sie arbeiten.“ Mertel wolle sich auch „mehr zu den Aufgaben und der Verantwortung als Bürgermeister bekennen, als es gerade der Fall ist.“ Rabitsch unterstreicht: „Nicht Jung oder Alt, sondern Jung und Alt!“
91 Prozent für Mertel
Bei einem gemeinsamen Gespräch am Mittwoch, sollen sich beide zusammen auf eine Vorentscheidung geeinigt haben – der SP-Parteivorstand hat jene Entscheidung nun offiziell besiegelt. 21 von 23 Stimmberechtigten – also 91,3 Prozent – haben sich für Mertel ausgesprochen.
Offen bleibt, mit welchem Erfolg Mertel als auserkorener SP-Spitzenkandidat bei den Gemeinderatswahlen Ende Februar hervorgehen wird. Der 72-Jährige ist ehemaliger Fußballspieler und vertritt die SPÖ aktuell im Bundesrat.
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