Bei Razzia in Linz

81 Anzeigen am ersten Tag der neuen E-Moped-Regeln

Oberösterreich
01.10.2026 20:03
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Seit 1. Oktober gelten neue Regeln für die Verwendung von Elektromopeds. Kurz gesagt: Sie sind jetzt rechtlich keine Fahrräder mehr. Die Linzer Polizei hat gleich am ersten Tag die Einhaltung der Regeln kontrolliert und 81 Anzeigen geschrieben.

Fahrzeuge der betroffenen Klasse L1e-B sind zweirädrige Kleinkrafträder. Dazu können auch elektrisch angetriebene Fahrzeuge gehören. Wesentliche Merkmale sind laut ÖAMTC insbesondere: zwei Räder, ein Sitz, ein motorischer Antrieb, eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von höchstens 45 km/h und bei Elektrofahrzeugen eine maximale Nenndauerleistung von grundsätzlich höchstens vier Kilowatt.

Es gibt noch Ausnahmen bei der Sitzhöhe, und weil es so viele verschiedene Elektromopeds am Markt gibt, fehlen einfach für Besitzer zu checkende Listen. Fix ist, dass ein Fahrzeug, das unter die L1e-B-Klasse fällt, angemeldet werden muss.

Außerdem dürfen E-Mopeds nicht mehr auf Fahrradstreifen unterwegs sein, das war bis Ende September erlaubt.

Zehn E-Mopeds sofort abgestellt
Die Linzer Polizei hat am ersten Tag gleich einmal genauer hingeschaut und nicht nur abgemahnt. Die Bilanz der „Einführungs-Razzia“, die übrigens von nur einer Streifenbesatzung durchgeführt wurde: 81 Anzeigen wegen Fahren ohne Kennzeichens, ohne Zulassung oder ohne Versicherung. Dazu kamen sechs Organmandate, weil der Helm fehlt – vier weitere Anzeigen für Helmmuffel, die ihr Vergehen nicht einsehen wollten. Acht Lenker hatten keinen Führerschein und insgesamt zehn angehaltene E-Moped-Fahrer mussten ihre Fahrzeuge stehen lassen. 

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