Gelungene Integration

„Krone“-Leser: „Wille ist da, es braucht nur Zeit“

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30.09.2026 17:00
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Die aktuellen Zahlen zu mangelnden Deutschkenntnissen an Wiens Volksschulen sorgten für hitzige Debatten im Forum. Gleichzeitig diskutierte die „Krone“-Community: Wo gelingt Integration im Alltag trotzdem? Zwischen berechtigten Sorgen um das Bildungssystem und berührenden Positivbeispielen aus dem Arbeitsleben zeichnete sich ein vielschichtiges Bild.

Während aktuelle Berichte aufzeigen, wie schwer sich das Bildungssystem damit tut, Sprachdefizite schon im Kindergarten aufzuholen, teilten zahlreiche Leser ihre persönlichen Erfahrungen aus dem Alltag. Wo Schule und Politik an ihre Grenzen stoßen, funktioniert das Miteinander im Berufsleben oft überraschend gut.

Integration beginnt zuhause
Für viele Leserinnen und Leser liegt die Wurzel des Problems nicht erst in den Bildungseinrichtungen, sondern in den eigenen vier Wänden. Ohne den Willen der Eltern zur deutschen Sprache bleibe jede staatliche Fördermaßnahme wirkungslos, so die Kommentare von „Krone“-Usern Martin99, 2rb0 und noname87.

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Leserkommentare
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Martin99
Das Problem befindet sich in den eigenen 4 Wänden :
Sind beide Elternteile Migranten wird auch mit den Kindern nur in der Landessprache gesprochen .
Da nützt auch kein Deutschkurs .
Wer hier leben möchte muss sich integrieren und das ist die Landessprache zu erlernen .
Wer nicht dazu bereit ist diese zu lernen dann bitte "ab nach Hause"
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2rb0
Es muss schon bei den Eltern gehandelt werden. Wenn diese die Sprache NICHT ERLERNEN WOLLEN, wie sollen es dann die Kinder schaffen.
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noname87
Wenn Eltern kein deutsch können wird es für die Kinder schwierig. Ich komme ursprünglich aus England, konnte kein Wort deutsch und habe erfolgreich Deutschkurse absolviert. Wenn ich Leute sehe die schon seit Jahren hier sind und der einzige Satz den sie können „Nix verstehen,“ ist, kein Wunder für diesen Zustand in den Schulen.
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Empathie gefordert
Dass es für das Beherrschen der Sprache aber nicht nur Druck, sondern vor allem gezielte Unterstützung und Verständnis für die teils traumatischen Fluchthintergründe braucht, betonen jene Stimmen, die direkt mit den Betroffenen arbeiten, wie auch „Krone“-Leserin jolie.

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jolie
Deshalb bin ich Deutschtrainerin geworden. Weil mir die Kinder leid tun. Die haben sich das nicht ausgesucht. Und die Eltern brauchen Unterstützung. Aber nicht ewig, Arbeit und Integration ist das Wichtigste. Die Eltern können mit den Kindern wachsen. Und von ihnen lernen. Disziplin ist da auch sehr gefragt. Und nicht zu vergessen, Trauma ganz besonders stark. Es ist schwer diese Kriege zu verstehen.
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Positive Erfahrungen im Arbeitsalltag
Während die Sprachförderung im Kindergarten und in der Schule oft an ihre Belastungsgrenzen stößt, zeichnet der Blick in die Arbeitswelt ein gänzlich anderes Bild. Zahlreiche Leser berichten aus ihrem beruflichen Umfeld von gelebter Integration, Verlässlichkeit und großem Lernwillen.

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Insidevaudeu
Wer wie ich viel mit Migranten zu tun hat, kann nur bestätigen, dass die meisten lernbereite bzw. fleißig arbeitende Menschen sind. -- Die wir hier auch brauchen, wenn wir unser Wohlstandsniveau halten wollen. Ablehnung der Immigration höre ich nur von Menschen, die diese Leute gar nicht kennen bzw. sich Einzelfälle aus den Medien herauspicken.
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homeinoffice
Einige meiner Arbeitskollegen haben Migrationshintergund. Alle haben sich bestens integriert. Da gibt es Kollegen aus Ungarn, der Türkei, Indien, Ukraine, Polen, usw. Alle sprechen sehr gut Deutsch und sind verlässlich.
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Bessere Chancen am Arbeitsmarkt
Nicht nur in Sachen Integration sind gute Deutschkenntnisse förderlich, auch am Arbeitsmarkt verbessern sie die Chancen von Migrantinnen und Migranten. Auch „Krone“-Leser WerWeissWas weißt in seinem Kommentar darauf hin.

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WerWeissWas
Du könntest vielleicht der intelligenteste Mensch auf diesem Planeten sein, aber das nützt alles nichts, wenn du die Sprache deines Landes nicht beherrscht. Dann wirsd du kein Nobelpreisträger, sondern Hilfsarbeiter!
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Zwischen Ehrenamt, Geduld und Kapazitätsgrenzen
Ob an der Supermarktkasse, im Rettungswagen oder in der Gastronomie: Das Engagement vieler Zugewanderter ist spürbar, wird jedoch oft durch ehrenamtliche Initiativen erst ermöglicht. Für manche Leser stellt sich daher nicht die Frage nach dem Integrationswillen, sondern vielmehr nach den zeitlichen und personellen Kapazitäten des Landes.

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punschkrapferl78
Überwiegend positive Erfahrungen. Die meisten sprechen passables Deutsch und sind in typischen Branchen wie Gastronomie oder Handel tätig. Aber gerade auch im Rettungswesen treffen wir immer wieder auf Personal mit Migrationshintergrund. Auch als Sanitäter. Das ist auch dadurch möglich, wenn ehrenamtlich Deutschkurse und weitere Aktivitäten angeboten werden.
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Kenez
Der Wille ist (meistens) schon da, es braucht einfach nur Zeit und Geduld. Deshalb: Nicht zu viele auf einmal, oder anders gesagt: Obergrenzen!
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Wie sehen Sie die Situation? Wo erleben Sie in Ihrem persönlichen Alltag gelungene Integration – und welche Maßnahmen braucht es an den Schulen, damit Kinder nicht schon vor dem Schuleintritt den Anschluss verlieren? Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren!

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