Nach Kampf in Cockpit
Fly-Dubai-Passagier: „Haben Terrorist überwältigt“
Nach dem dramatischen, blutigen Vorfall an Bord eines Flydubai-Fluges haben Passagiere die brenzligen Szenen geschildert. „Wir befinden uns mitten in einer Flugzeugentführung“, erklärte ein Fluggast noch vor der Landung. „Wir haben die Terroristen im Moment überwältigt und bereiten die Landung vor. Wer mich hören kann, braucht dringend Hilfe.“
Der Co-Pilot aus dem Oman wollte offenbar die Kontrolle über das Flugzeug übernehmen – dabei dürfte er den Piloten mit einem Messer verletzt haben. Ein Zeuge, der half, den Täter zu überwältigen, schilderte die wilden Szenen. „Meine Frau stand in der Nähe des Cockpits, weil meine Tochter auf der Toilette war. Plötzlich hörte sie Schreie aus dem Cockpit“, erklärte Zvika Manes, ein Bankmanager dem Magazin „Calcalist“.
„Ich bin über und über mit Blut bedeckt“
Sie habe daraufhin einen weiteren Piloten aus der Kabine zugerufen, ins Cockpit zu schauen. „Er rief um Hilfe, und zwei andere und ich betraten das Cockpit und überwältigten den Terroristen. Ich bin über und über mit Blut bedeckt. Es war Wahnsinn“, so der Passagier.
Auf Bildern in sozialen Medien sind Passagiere zu sehen, die nach dem Gerangel im Cockpit Blut auf der Kleidung haben:
Videos in sozialen Medien zeigen außerdem, wie der Pilot blutüberströmt am Boden des Flugzeugs liegt und von Fluggästen erstversorgt wird. Ihm wurde eine Sauerstoffmaske angelegt. Daneben lag offenbar der gefesselte Copilot, der nicht bei Bewusstsein zu sein scheint.
Passagiere filmten den Tumult während des brenzligen Vorfalls:
Ein weiterer Passagier meldete sich ebenfalls in sozialen Medien, als sich die Maschine noch in der Luft befand. „Der Terrorist wurde neutralisiert“, wird dieser von „Ynet“ zitiert. „Ein Pilot ist schwer verletzt, und offenbar befindet sich ein weiterer Pilot im Cockpit, der ebenfalls verletzt ist, aber die Maschine landen kann. Zwei Besatzungsmitglieder befinden sich im Cockpit. Wir haben sichergestellt, dass sie die Tür verriegelt haben.“
Eine weitere Israelin erzählte dem Sender N12, sie habe Schreie im Flugzeug gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen. „Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden.“
Der Copilot dürfte versucht haben, die Maschine der Airline Flydubai abstürzen zu lassen. Der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir erklärte, ein „Terrorist“ habe zum Ziel gehabt, „die 180 Israelis an Bord zu ermorden“.
Nachdem aus dem Flugzeug ein Signal abgegeben worden war, das auf einen unrechtmäßigen Eingriff hindeutete, kam es zu einem sehr steilen Sinkflug. Schließlich konnte die Maschine sicher in Tabuk im Nordwesten von Saudi-Arabien landen.
Flugabkommen mit Israel verletzt?
Israels Verkehrsministerin Miri Regev ordnete eine Überprüfung dessen an, ob die VAE das Flugabkommen mit Israel verletzt haben könnten. Demnach dürfen nur die Staatsbürger jener Länder als Piloten auf Flügen nach Israel fungieren, mit denen das Land diplomatische Beziehungen hat, was für den Oman nicht gilt.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 







Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.