Die oberösterreichische Landesregierung kündigte im Dezember 2024 an, für künftige Windkraftprojekte sowohl „grüne“ als auch „rote“ Zonen (sogenannte Beschleunigungs- und Ausschlusszonen) definieren zu wollen. Nun soll das jahrelange Warten auf die Verordnung bald ein Ende haben.
Der Beschluss im Aufsichtsrat der Energie AG fiel einstimmig: Der Landesversorger beteiligt sich, wie berichtet, mit 30 Prozent am Windkraftpark in Sandl. Das Projekt durchläuft gerade die Umweltprüfung und soll mit 19 Windrädern künftig mehr als 100.000 Haushalte mit Strom versorgen. Dafür werden mehr als 200 Millionen Euro investiert.
Die Energie AG beteiligt sich vorerst an 17 der 19 Windkraftanlagen. „Mehr Strom aus heimischem Wind stärkt unsere Unabhängigkeit und bringt uns unserem Ziel näher, eine fossilfreie Zukunft für unsere Kinder zu bauen“, begründet CEO Leonhard Schitter den Schritt.
Verordnungen liegen aktuell bei der EU
Die Angelegenheit hat eine gewisse Brisanz. Denn die Landesregierung präsentierte im Dezember 2024 Pläne, in Oberösterreich sowohl Beschleunigungs- als auch Ausschlusszonen für Windkraftprojekte zu verordnen. Sandl liegt demnach eigentlich in einer Ausschlusszone, soll aber trotzdem genehmigt werden, weil die Verordnung noch nicht erlassen ist.
Das lange Warten auf die besagte Verordnung dürfte aber noch heuer ein Ende haben, wie Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) nun zur „Krone“ sagt: „Die Verordnung ist derzeit bei der EU zur Notifikation. Wir rechnen damit, dass wir in diesem Jahr noch Rückmeldung bekommen und dann beide, die Beschleunigungszonen- und die Ausschlusszonen-Verordnung, erlassen können.“ Laut ursprünglichem Plan hätten die Zonen schon 2025 verordnet werden sollen.
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