„Pandadiplomatie“

Ping Ping und Fu Shuang aus China in USA gelandet

Ausland
28.09.2026 08:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Es ist ein Zeichen des guten Willens: Zwei von China an die USA ausgeliehene Riesenpandas sind wohlbehalten an ihrem Zielort angekommen.

Ping Ping und Fu Shuang landeten am Sonntag in der Früh (Ortszeit) im Zuge von Chinas „Pandadiplomatie“ an Bord einer Sondermaschine nach 16 Stunden Flug in Atlanta, wie der dortige Zoo mitteilte. Die Einrichtung äußerte sich „hocherfreut“, Ping Ping und Fu Shuang in der Stadt willkommen zu heißen.

„Dies ist ein aufregender Tag für den Zoo Atlanta und ein historischer Moment für die Stadt Atlanta, den Staat Georgia und darüber hinaus“, erklärte Zoodirektor Raymond King. Zuletzt beherbergte der Zoo Atlanta zwischen 1999 und 2024 Pandas aus China. Die beiden 1999 ausgeliehenen Tiere und ihr im Zoo Atlanta geborener Nachwuchs kehrten nach Ende der Vertragszeit vor zwei Jahren nach Chengdu zurück.

Washington hatte erfahrene Tierpfleger entsandt, um das Pandapaar auf seinem Flug in die USA zu ...
Washington hatte erfahrene Tierpfleger entsandt, um das Pandapaar auf seinem Flug in die USA zu begleiten.(Bild: AFP/HANDOUT)

Die beiden Neuankömmlinge Ping Ping and Fu Shuang wurden 2020 geboren. Zur Vorbereitung auf ihre Ankunft hat der Zoo Atlanta seine Panda-Anlagen renoviert und ein Team von Tierpflegern zusammengestellt. Zudem wurde eine dauerhafte Versorgung mit Bambus gewährleistet, der vor Ort angebaut wird.

Das Frachtflugzeug mit den beiden Pandas war zuvor in Chengdu gestartet. Für ihre Verpflegung während des Fluges waren gedämpfte Maisbrötchen, Bambussprossen und Karotten vorbereitet worden, wie die staatliche chinesische Zeitung „Global Times“ berichtete. 

Zunächst Quarantäne und Eingewöhnung
Die Boeing 777 mit dem Spitznamen FedEx Panda Express war laut der Tracking-Website Flightradar24 das am häufigsten aufgerufene Flugzeug, als es nach etwa der Hälfte der Strecke Kurs auf US-Territorium nahm.

Die Leihgabe war bereits zuvor vereinbart worden. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte den bevorstehenden Umzug der beiden Tiere am Donnerstag bei seinem Staatsbesuch in Washington angekündigt. Vor ihrer Abreise wurden Ping Ping und Fu Shuang in der Panda-Aufzuchtstation in Chengdu offiziell verabschiedet.

China setzt seit Jahrzehnten auf seine „Panda-Diplomatie“, um die Beziehungen zu anderen Staaten zu pflegen. Die Tiere werden dabei nicht verschenkt, sondern gegen eine Leihgebühr für mehrere Jahre ins Ausland gegeben. Die ersten Pandas kamen in diesem Zusammenhang 1972 nach dem ersten Besuch des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon in der kommunistischen Volksrepublik China in die Vereinigten Staaten.

Die Besucher in Atlanta müssen sich aber noch etwas gedulden, bis sie Ping Ping and Fu Shuang zu Gesicht bekommen. Die beiden Pandas werden laut dem Zoo für eine „routinemäßige Quarantäne von etwa einem Monat“ zunächst in einem separaten Bereich untergebracht.

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