Fast sieben Monate ist es her, seitdem Massen an Fische entlang der Lavant wegen einer Chemikalie gestorben sind. Der Lavanttaler Verein „Raubaum“ fordert „endlich Konsequenzen!“
Der Verein „Raubaum“ ist empört. Sieben Monate sind vergangen, seit eine Chemiewelle aus der Unterkärntner Papierfabrik Mondi 17 Kilometer der Lavant verunreinigte (wir berichteten). Die biologische Beweissicherung des Kärntner Instituts für Seenforschung (KIS) dokumentierte am 10. März das Ausmaß: Mehrere 100.000 Fische mussten ihr Leben lassen, der Fischbestand sank um 99 Prozent.
Zwischenbericht und Forderungen
Auch die beschuldigte Firma habe laut Staatsanwalt Markus Kitz, „eine gerichtliche Beweisaufnahme beantragt“. Die Ermittlungen zur Ursache des Störfalls laufen. Doch dem Verein, der sich seit Jahren für die Renaturierung und Verbesserung von Fließ- und Stillgewässern in Kärnten einsetzt, dauert das zu lange.
In einem Zwischenbericht fordert „Raubaum“ lückenlose Transparenz bei der Schadensermittlung sowie die vollständige Übernahme der Wiederherstellungskosten gemäß EU-Umwelthaftungsrichtlinie. „Wer ein Ökosystem zerstört, muss für die Wiederherstellung aufkommen – da gibt es keine Ausnahme.“
Zudem brauche es technische und organisatorische Sicherheitsgarantien, um künftige Katastrophen zu verhindern. Gefordert werden eine nachweisbare Aufrüstung im Werk Frantschach sowie entsprechende Maßnahmen beim Reinhalteverband Mettersdorf.
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