In Breitenfurt, Bezirk Mödling (NÖ), könnte das nächste Kapitel rund um die Verbauung aufgeschlagen werden. Eine Versammlung ist seitens der Bürgerinitiative angemeldet. Die Sitzung soll mittels Livestream über das Internet übertragen werden. Und gegen den Bürgermeister gibt es Morddrohungen und persönliche Angriffe.
Die Sitzung des Breitenfurter Gemeinderates am Montag, 28. September, steht ab 18 Uhr ganz im Zeichen des Wiesenparks (auch bekannt als Breiteneder-Wiese). Während die Bürgerliste „Zukunft Breitenfurt“ möglichst viele Einwohner zum Zuhören mobil machen möchte und die Bürgerinitiative „Zukunft Breitenfurt – wir reden mit!“ laut Obmann Martin Jeschke eine Versammlung mit gut 100 Personen vor dem Gemeindeamt angemeldet hat, setzt der Bürgermeister andere Maßnahmen.
Livestream in den Sitzungssaal
Er möchte die Sitzung, bei der „wichtige, zukunftsweisende Schritte für unsere Gemeinde zu treffen sein“ werden, mittels Livestream übertragen. Damit will er dem Wunsch interessierter Bürger nachkommen. Jeschke meint dazu: „Dann kommen die Leute nicht zur Sitzung. Und es heißt danach, dass es eh niemanden interessiert.“ Damit dies möglich ist, bedarf es aber des Beschlusses über einen Dringlichkeitsantrag dazu. Wird er angenommen, geht die Sitzung ab ca. 18.10 Uhr online.
Die Sitzung findet im Gemeinderatssitzungssaal statt. In größerem Rahmen müssten wir uns überlegen, Hunderte Besucher vor dem Einlass zu kontrollieren.
Wolfgang Schredl, ÖVP-Bürgermeister Breitenfurt
Sicherheit geht vor
Für ÖVP-Ortschef Wolfgang Schredl geht es dabei auch um die Sicherheit aller Beteiligten. Die Stimmung sei aufgeheizt, er selbst habe mittlerweile sechs Morddrohungen erhalten und sieht sich mit persönlichen privaten Unterstellungen konfrontiert. Würde die Sitzung in einem großen Saal stattfinden, müsste man möglicherweise Hunderte Besucher kontrollieren, bevor sie hineindürfen. Im kleinen Rahmen sei dies leichter möglich – auch deshalb die Live-Übertragung.
Zeitdruck durch Beschwerde bei Verfassungsgericht
Und das obwohl und vielleicht sogar weil, die Nutzung des zehn Hektar großen Areals in Breitenfurt, Bezirk Mödling, schon lange beschäftigt. Sechs Hektar davon sind Bauland-Kerngebiet-Aufschließungszone. Und hier pochen die Eigentümer auf Baubeginn und haben Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingereicht. Dadurch gäbe es einen gewissen Zeitdruck, wie Bürgermeister Schredl gegenüber der „Krone“ betont. Auch in Hinsicht auf das Primärversorgungszentrum, das dort entstehen soll: „Damit sie Förderungen bekommen, muss es bis 2028 in Betrieb gehen. Der Beschluss dafür muss jetzt fallen.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.