Es ist geschafft! Nach vier intensiven Wettkampftagen haben die jungen Fachkräfte am Samstag die WorldSkills in Shanghai abgeschlossen – unter Jubel und rot-weiß-rotem Fahnenmeer. Nun hofft man auf möglichst viele Medaillen.
Jubel, ein Meer aus Fahnen, „Immer wieder Österreich“ und dann die große Erleichterung: „Es ist mir selten besser gegangen als jetzt. Ich bin einfach froh, dass es vorbei ist“, sagt Logistiker Paul Zadravec aus Leitring. Vier Tage lang hat er bei den WorldSkills in Shanghai Frachten verschifft, Kunden beraten, Tarife kalkuliert und Probleme gelöst. „Ich habe alles gegeben. Jetzt heißt es feiern!“
Das hat auch Verkäuferin Anna Tritscher aus Schladming vor, die ein Geschäft für Babyartikel „eröffnet“ hat. „Vieles war im Bewerb wie im echten Leben, anderes nicht – zum Beispiel durch einen Livestream zu verkaufen.“ Die Kollegen aus aller Welt waren freundlich, sagt sie. Worauf sie sich am meisten freut? „Zuhause ein Schnitzel essen.“
Viele emotionale Momente
Die Leistungen der zwölf jungen, steirischen Fachkräfte können sich sehen lassen. Schneiderin Julia Kaufmann (18) hat eine mintgrüne Bluse mit Puffärmeln und einen A-Linien-Rock mit weißer Blumen-Spitze genäht. „Ich bin voll zufrieden mit dem, was ich gemacht habe“, sagt sie unter Tränen kurz nach Ende des Wettkampfs.
„Sowas erlebt man nicht noch einmal“
Emotional war der Schluss auch für Grafikdesigner Paul Bürki, der seiner Mutter und Schwester um den Hals fiel. „Ich bin unfassbar dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, Österreich in so einem Bewerb zu vertreten.“ Ganz cool blieben hingegen Mechatroniker David Seidl aus Mariahof und Paul Wohlesser aus Neumarkt – das Bier, das ihnen die Familie vor die Nase stellte, durften sie nicht einmal anrühren. Jonas Leitner (18), Stuckateur und Trockenausbauer aus Hönigsberg, hat alles gegeben und alle Aufgaben fertig gebracht. „Sowas erlebt man nicht noch einmal.“ Fleißig angefeuert hat ihn und die Teamkollegen auch Bäckerin Jennifer Lueger, die schon am Donnerstag ihren Wettbewerb beendet hat.
Gabriel Aldrian aus Eibiswald und Kristijan Hrdzic aus Graz traten als Zweiergespannt mit steirischen Leitbetrieben – Magna und Knapp – im Hintergrund in Robot Systems Integration. „Die letzten vier Tage waren schwer und zach. Aber wir sind zufrieden mit unserer Leistung.“ Auch ein zweites Roboter-Team hofft auf gute Wertungen: Konstantin Hauser und Marwin Kremser in Autonomous Mobile Robotics. Mit mehr Stressresistenz und „wunderbaren Erinnerungen“ im Gepäck, so Aldrian, geht es am Montag zurück nach Österreich.
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