Das Geräusch eines Schusses hat am Freitag in Wien zu einem WEGA-Einsatz samt Festnahme geführt. Die Spezialkräfte drangen gewaltsam in die betreffende Wohnung ein, nachdem der Bewohner nicht die Tür geöffnet hatte. Bei genauerer Betrachtung dieser war rasch klar, warum der Mann nicht aufgemacht hatte.
Eine Zeugin hatte die Polizei gerufen, nachdem sie in einem angrenzenden Mehrparteienhaus im Bezirk Fünfhaus einen lauten Knall gehört hatte. Kurze Zeit später bemerkte sie einen Mann an einem der Fenster des Wohnhauses. Er soll sich erkundigt haben, ob die Polizei bereits anwesend sei. Der Frau kam das Verhalten verdächtig vor.
„Ich habe keinen Schlüssel“
Die alarmierten Beamten eruierten die Wohnung, aus der der Schuss gekommen sein dürfte. Einsatzkräfte der WEGA forderten den Bewohner auf, die Wohnungstür freiwillig zu öffnen. Nachdem der Mann jedoch gesagt hatte, er habe keinen Schlüssel, wurde die Tür gewaltsam geöffnet.
Schloss deformiert, aber keine Waffe auffindbar
In der Wohnung befand sich der 31-jährige Mieter. Bei dem Tschetschenen wurden Munition, ein Pfefferspray sowie im Eingangsbereich der Wohnung eine Patronenhülse gefunden und sichergestellt. Außerdem bemerkten die Beamten, dass das Schloss der Eingangstür vermutlich durch eine Schussabgabe derart deformiert worden war, dass das Öffnen mit einem Schlüssel nicht mehr möglich war. Bei einer Hausdurchsuchung konnte jedoch keine Waffe gefunden werden.
Der 31-Jährige wurde vorläufig festgenommen, in einer Einvernahme wollte er sich nicht zu den Tatvorwürfen äußern.
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