Eine Schule mit bewegter Geschichte feiert Jubiläum. Vor 100 Jahren gegründet, stand die damalige Bürgerschule in den 1930er sogar vor der Schließung. Heute setzt die Sportmittelschule Wörgl auf Sport, moderne Ausbildung und einen neuen Auftritt.
Zum Auftakt des Festes blickt die 3S-Klasse zurück auf die Schule von damals. Und die tolle Zeitreise zeigt: Die Schule musste sich in Wörgl immer wieder neue erfinden. 1923 wuchs die Einwohnerzahl Wörgls rapide. Die Volksschule platzte aus allen Nähten, in manchen Klassen saßen mehr als 80 Kinder.
Heute kaum vorstellbar, sagt die Tiroler Bildungslandesrätin Cornelia Hagele: „Gott sei Dank können wir heute ein wirklich qualitätsvolles Angebot in unseren Schulen bieten. Wir können stolz sein auf unsere Schulen und auf unsere Lehrerinnen und Lehrer im Land.“
Neuer Name, neues Logo für die Mittelschule
Wie sehr sich Schule und Bildung in den vergangenen 100 Jahren verändert haben, zeigt auch die alte Schulordnung: „Das Laufen, Schreien und Raufen ist verboten“, las Direktor Gottfried Schneider vor.
„Heute gilt das Verbot für Geschwätz, Laufen und fröhliches Beisammensein natürlich nicht mehr“, sagt er. Die Entwicklung soll weitergehen. Künftig sichtbar durch neuen Namen und Logo: „Das, was die Schule verkörpert, muss auch nach außen getragen werden“, betont Bürgermeister Michael Riedhart. Und sportlich hat sie viel zu bieten. Die Schüler präsentierten ihr Können mit verschiedenen Einlagen. Von Cheerleading bis zu Show-Performance der Volleyballer und Fußballer.
Die Zukunft der Schule war nicht immer gesichert. In den 1930er-Jahren stand die Schule im Zuge von Sparmaßnahmen sogar vor dem Aus. Sparmaßnahmen sind auch heute Thema. Zukünftig sieht der Direktor aber die größte Herausforderung in der Vielfalt der Schüler.
„An der Schule lernen Kinder aus über 70 Nationen und unterschiedlichen sozialen Verhältnissen. Nur mit entsprechenden Ressourcen kann so vielfältiges Schülerpublikum auch gefördert werden.“
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