Auch in West- und Südösterreich geht es kommende Woche wieder los mit der Schule. Allein in Tirol kehren dann 98.000 Kinder und Jugendliche zurück in die Klassen. Das Schuljahr hat einige Neuerungen parat. Die „Krone“ hat die wichtigsten zusammengefasst.
Die Kinder und Jugendlichen in West- und Südösterreich genießen die letzten Ferientage. Kommende Woche geht es zurück in die Klassen. Die „Krone“ hat wichtigsten Details und Neuerungen zum Schulstart.
Wir haben eine Ansprechstelle zum Thema Kopftuchverbot eingerichtet, an die sich die Schulen bei Fragen und in schwierigen Fällen wenden können.

Bettina Ellinger, Bildungsdirektorin Tirol
Bild: Johanna Birbaumer
Kopftuchverbot: „Erwarten keine Probleme“
Laut Bildungsdirektion Tirol gibt es in Tirol nur wenige betroffene Mädchen. „Ich rechne nicht mit großen Schwierigkeiten“, sagt Bildungsdirektorin Bettina Ellinger. Sie verweist darauf, dass in ihrem Haus eine eigene Anlaufstelle für Konfliktfälle eingerichtet wurde. Auch Lehrergewerkschafter Peter Spanblöchl sieht nach anfänglicher Sorge die Schulen gut unterstützt: „Für Lehrer ist es wichtig, das Vertrauensverhältnis mit den Kindern nicht zu gefährden. Daher begrüßen wir es, dass die Bildungsdirektion bei Konfliktfällen übernimmt.“
Wie das neue System für Schulassistenz funktioniert, wird sich zeigen. Für Kinder und Lehrer ist es wichtig, dass bei der Unterstützung nicht gespart wird.

Peter Spanblöchl, Lehrergewerkschaft
Bild: R. Sigl
Chancenbonus: Zwölf Schulen in Tirol
Der Bund gewährt seit heuer zusätzliche Unterstützung für Schulen mit besonderen Herausforderungen, etwa bei hohem Anteil von Kindern mit schlechten Deutschkenntnissen. In Tirol erhalten zwölf Schulen den Chancenbonus, zehn davon in Innsbruck. Die Schulen erhalten durch den Bonus unter anderem mehr Personal, etwa für Schulsozialarbeit.
Schulassistenz: Neue Regeln „nötig“
Das Land hat die Unterstützung für die Inklusion von Kindern mit Behinderung neu aufgestellt. Im vergangenen Schuljahr betraf dies 1400 Mädchen und Buben. „Die Umstrukturierung war nötig“, sagt Bildungslandesrätin Cornelia Hagele. Sie geht davon aus, dass das neue System weg von ausschließlicher Einzelbetreuung funktioniert. „Die Zuteilungen der Schulassistenten ist erfolgt. Ich bin überzeugt, dass wir ein tragfähiges System gefunden haben.“ Lehrergewerkschafter Spanblöchl ist noch skeptisch: „Inklusion ist eine Herausforderung, die genug Ressourcen braucht. Da darf nicht gespart werden.“
Finanzielle Unterstützung: Wer hilft
Schule ist eine teure Angelegenheit. Nicht nur für die Familien der 7883 Tiroler Erstklässler, die für den neuen Lebensabschnitt ausgestattet werden müssen. Im Vorjahr wurden 7180 Anträge für Schulkostenbeihilfe (bis 200 €) und 672 Anträge für die Unterstützung bei mehrtägigen Schulveranstaltungen (bis 150 €) vom Land bewilligt und rund 2,3 Millionen Euro ausbezahlt.
Förderanträge sind möglich unter: tirol.gv.at/generationen. Auch die Caritas Tirol unterstützt Familien zum Schulbeginn – etwa mit Schultaschen, Laptops und Sozialberatung.
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