Harald Koller ist für die Bewohner der Lebenshilfe Ledenitzen mit seiner Herzlichkeit und seinem Engagement mehr als ein Besucher. Deshalb nominierte ihn seine „Freitagsrunde“ zum Herzensmenschen.
Wenn Harald Koller durch die Tür der Lebenshilfe Ledenitzen kommt, dauert es nicht lang, bis die Gesichter strahlen. Nach dem Tod seiner Frau und der Auflösung seines Geschäftes wollte der 73-Jährige der Gesellschaft etwas zurückgeben.
„Über einige Ecken bin ich zur Lebenshilfe Ledenitzen gekommen – ein Altersheim, in dem Menschen mit besonderen Bedürfnissen leben. Gleich beim ersten Kontakt hab’ ich genau gewusst: Hier fühl’ ich mich zu Hause“, so der Villacher. Seit mittlerweile drei Jahren besucht er die Einrichtung mindestens zweimal pro Woche ehrenamtlich.
Seine „Freitagsrunde“ ist besonders stolz
„Als ich meine Tochter Stefanie einmal abgeholt habe, ist mir Harald sofort aufgefallen. Er behandelt alle Menschen gleich und wertet nicht. Meine Tochter ist so begeistert von ihm“, erzählt Waltraud Sibertschnig.
Wie herzlich Harald seinen Mitmenschen begegnet, wurde auch beim „Krone“-Besuch deutlich. Umgeben von Freunden und Verwandten kredenzte er Köstlichkeiten und sorgte mit seiner positiven Art schnell für gute Stimmung. Deshalb war es für seine „Freitagsrunde“ im Gasthaus Wiegele klar, ihn zum Herzensmenschen zu nominieren.
„Ich bekomme mehr zurück, als ich gebe“
„Mit so viel Engagement und Herz, wie Harald dabei ist, findet man selten jemanden“, so Hanni Santner von der Stammtischrunde, die sich jeden Freitag um 16.30 Uhr trifft. Doch für ihn ist sein Einsatz nichts Besonderes, im Gegenteil: „Ich habe das Gefühl, mehr zurückzubekommen, als ich gebe.“
Sein Rat an alle, die überlegen, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren: „Jeder, der sich das vorstellen kann, mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen Zeit zu verbringen, sollte es machen. Es ist eine wirkliche Bereicherung.“
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