Plan von Ministerin:

Staatliche Aufsicht für den Religionsunterricht

Innenpolitik
26.09.2026 11:50

Erst das Kopftuchverbot, jetzt der Religionsunterricht: Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) setzt ihren Kurs gegen den politischen Islam fort. Künftig soll der Staat genauer hinschauen, wer und was im Religionsunterricht gelehrt wird.

Seit Schulbeginn dürfen Mädchen unter 14 Jahren in Österreichs Schulen kein Kopftuch mehr tragen. Doch für Integrationsministerin Claudia Bauer ist damit nur ein Teil des Problems angegangen. „Beim islamischen Religionsunterricht zeigen mir viele Gespräche und Erfahrungsberichte aus den Schulen, dass es Handlungsbedarf gibt“, meint sie. Eltern würden berichten, dass sie ihre Kinder trotz eigener religiöser Überzeugung vom Religionsunterricht abmelden – aus „Angst vor Indoktrinierung“.

Zitat Icon

Der Politische Islam setzt gezielt bei Kindern und Jugendlichen an. Deshalb müssen wir da genau hinschauen.

Claudia Bauer, ÖVP- Integrationsministerin

Nun will Bauer wissen, was dort tatsächlich passiert. „Religionsunterricht darf kein Raum für Indoktrinierung oder Parallelgesellschaften sein“, betont die Ministerin und fordert eine staatliche Fachaufsicht für den konfessionellen Religionsunterricht. Der Staat soll mithilfe einer „religionsunabhängigen Schulaufsicht“ künftig besser kontrollieren können, wer unterrichtet, welche Inhalte vermittelt werden und welche Materialien zum Einsatz kommen.

„Dürfen nicht auf einem Auge blind sein“
„Wir dürfen beim Religionsunterricht nicht auf einem Auge blind sein“, so Bauer. Für die Oberstufe gibt es beispielsweise nicht einmal einheitlich vorgegebene Unterrichtsmaterialien.

Am konfessionellen Religionsunterricht wolle sie freilich nicht rütteln, sie stehe „zu 100 Prozent hinter dieser wichtigen Errungenschaft“. Aber es brauche Qualitätsstandards und eine wirksame staatliche Aufsicht.

Die Fachaufsicht soll Teil der geplanten Maßnahmen gegen den politischen Islam werden und steht auch im Regierungsprogramm: „Religion muss das Miteinander in unserem Land fördern und keine Religion steht über den Gesetzen“, so Bauer.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung