Uta Gollob hat selbst schwere Zeiten erlebt. Trotzdem hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, für ihre Mitmenschen da zu sein – das macht sie zu einen von zehn Herzensmenschen 2026.
Wenn das Schicksal zuschlägt, dann manchmal mit voller Wucht – so auch bei Uta Gollob. Die 63-Jährige hat im Laufe ihres Lebens schon einige Tiefen überwunden und dabei nie den Blick für ihre Mitmenschen verloren.
„Ich hab’ Uta zum Herzensmenschen nominiert, weil sie das Herz am rechten Fleck trägt – sie überlegt nicht lang und ist immer für andere da. Wie viele Steine ihr in den Weg gelegt wurden oder werden – sie gab nie auf und gibt nie auf“, ist Astrid Kronegger stolz auf ihre Cousine, die auch ihr in schweren Zeiten beistand.
Trotz vieler Rückschläge ist sie immer für andere da
Viele Steine machten den Weg von Uta holprig: Einer ihrer Söhne wurde im Alter von zwei Jahren plötzlich behindert. Vor zwei Jahren erkrankte ihre Mutter an einer Makuladegeneration und an Hautkrebs – seitdem kümmert sie sich rührend um sie.
Dazu kommen zwei Tanten, für die Uta Aufgaben übernimmt und da ist, wenn Hilfe gebraucht wird. 2024 bekam ihr Mann eine Lungentransplantation. „Es ging von einem Tag auf den anderen. Er war monatelang im Krankenhaus und auf Reha. Ich versuchte, alles unter einen Hut zu bringen.“
Weniger Egoismus – mehr Hilfsbereitschaft
Dass andere Menschen in ihr eine besondere Frau sehen, kann sie nur schwer glauben. „Dass ich ein Herzensmensch sein soll, ist für mich total unrealistisch. Ich konnte es nicht glauben und realisiere es noch immer nicht ganz, weil ich nicht das Gefühl habe, dass ich etwas Besonderes leiste.“
Vielleicht ist es genau diese Bescheidenheit, die sie auszeichnet. Uta hilft nicht, um dafür Anerkennung zu bekommen – für sie ist es selbstverständlich, für andere da zu sein. Für die Zukunft wünscht Uta sich von der Gesellschaft, weniger Egoismus und mehr Hilfsbereitschaft.
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