Mit 85 Jahren!

Wild steigt bei Capri-Sun wieder ins Geschäft ein

Wirtschaft
24.09.2026 19:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Alter von 85 Jahren steigt der Capri-Sun-Eigentümer und Festspiel-Mäzen Hans-Peter Wild wieder ins operative Geschäft des Unternehmens ein. Der Schritt folgt auf die Entlassung von Firmenchef Roland Weening, wie das Unternehmen mitteilte. 

„Das Unternehmen wird weiterhin erfolgreich von den bestehenden Führungskräften und Mitarbeitenden sowie dem Eigentümer Dr. Hans-Peter Wild geführt“, hieß es in einer Mitteilung des Getränkeherstellers. Wild werde dabei weiterhin als Verwaltungsratspräsident tätig sein. Zuvor hatte der „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet.

Wild schon lange Festspiel-Mäzen
Wild war 1973 in das Familienunternehmen eingetreten. Der Milliardär ist langjähriger Mäzen der Salzburger Festspiele. Zudem ist er bekannt für seine Investments für die Hotels „Goldener Hirsch“ und „Schloss Mönchstein“. Erst im August hat Wild seine Langzeitpartnerin Christine E. Drage geheiratet, gefeiert wurde im September auf der italienischen Insel Capri.

Das Hochzeitspaar auf Capri im September 2026.
Das Hochzeitspaar auf Capri im September 2026.(Bild: Tali Photography)

Firmenchef „von Aufgaben entbunden“
Firmenchef Weening sei laut einer Mitteilung des Unternehmens vergangene Woche von seinen Aufgaben in der Capri Sun Group Holding AG entbunden worden – zu den Hintergründen machte das Unternehmen keine Angaben.

Produktion in Deutschland, Firmensitz in der Schweiz
Capri-Sun produziert in der deutschen Kleinstadt Eppelheim in der Nähe von Heidelberg. Das Unternehmen hat allerdings seinen Hauptsitz in Zug in der Schweiz.

Capri-Sun wollte zurück zum Plastikstrohhalm
Capri-Sun sorgte zuletzt vor allem für Schlagzeilen, weil es sich seit 2024 um eine Rückkehr zum Plastikstrohhalm bemüht. Umwelt- und Verbraucherschützer kritisieren dies. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben den Strohhalm aus dem gleichen Material herstellen wie den Trinkbeutel: dem Kunststoff Polypropylen. Capri-Sun wollte dazu mit einer Online-Petition eine Million Unterschriften sammeln, kam aber nur auf weniger als 170.000.

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