Eingefrorene Gelder

Raiffeisen hat neue Chance auf Russen-Milliarden

Wirtschaft
24.09.2026 05:30

Ein jahrelanger Rechtsstreit könnte zu Ende gehen: Die Raiffeisenbank International (RBI) könnte eingefrorene Gelder von den EU-Sanktionen loseisen dürfen.

Die RBI hat nun realistische Chancen auf eine Schadenersatzzahlung von 3,15 Milliarden Euro. Gerade sprach das Landesgericht Wien der RBI Vermögenswerte in dieser Höhe zu, die an sich der russischen Rasperia Holding zugerechnet sind. Das sind im Kern Aktien samt Dividenden seit 2021 des heimischen Bauriesen Strabag, die wegen der EU-Sanktionen gegen diverse russische Oligarchen in Österreich eingefroren sind.

Falls Rasperia gegen das Urteil nicht beruft, dann wird RBI-Chef Michael Höllerer über die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA als zuständige Sanktionsbehörde die Freigabe dieser Gelder beantragen. Dafür gibt es eine EU-Verordnung, die ein Loseisen unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Damit könnte ein jahrelanger Rechtsstreit enden. Rasperia hatte an sich in Russland auf Auszahlung seiner Strabag-Dividenden geklagt. Da der Baukonzern dort aber kein Vermögen hat, griff Rasperia einfach auf die russische RBI-Tochter zu.

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