Der Leerstand setzt Klagenfurt auf den schönsten Plätzen massiv zu. Am Neuen Platz stehen viele Geschäfte leer, am Alten Platz herrscht bereits Krisenstimmung. Auf wenigen Metern stehen gleich neun Läden leer. Mit einer neuen Idee will Referent Julian Geier (VP) die Innenstadt retten.
Der Leerstand ist in vielen Städten ein Problem, in Klagenfurt sind die schönsten Plätzen massiv betroffen. Am Neuen Platz stehen viele Geschäfte leer. Auch der Alte Platz ist kein Einkaufsparadies mehr, es herrscht bereits Krisenstimmung. Auf wenigen Metern stehen gleich neun Läden leer. Am Samstag schließt auch die Parfümerie Marionnaud nach 31 Jahren ihre Tore.
Denkmalschutz als Hindernis
Zumindest ein Leerstand wird nächstes Jahr verschwinden: Das Hartlauer-Geschäft wird saniert. Während der Bauphase zieht das Unternehmen vorübergehend in ein ehemaliges Drogeriegeschäft. „Auf die Baugenehmigung warten wir noch“, heißt es aus der Firmenzentrale. Die Situation mit Leerständen wird dadurch erschwert, dass fast alle Häuser am Alten Platz unter Denkmalschutz stehen. Umbauten und Sanierungen werden dadurch komplizierter und teurer. Und für die nötigen Genehmigungen muss man viele Erfordernisse erfüllen.
Julian Geier kämpft gegen Leerstand
Referent Julian Geier (VP) hat Pläne, um gegen Leerstand vorzugehen. „Ein Schlagwort heißt Alpen-Adria, das wollen wir nutzen“, sagt Geier. „Wir suchen Geschäfte, wo wir das umsetzen können.“ Gleichzeitig will er private Investoren ins Boot holen. „Die müssen mit der Stadt zusammenarbeiten. Steht etwa ein leer stehendes Haus zum Verkauf, kann es die Stadt oder ein privater Investor erwerben. In Triest oder Zürich wird das schon erfolgreich gemacht. Private geben Geld und bekommen es über Renditen zurück. Es gibt viele Mittel, Leerstände zu bekämpfen, diese Idee ist in Österreich neu.“
Jacques-Lemans-Geschäft hat wieder offen
Am Jacques-Lemans-Platz vor dem Rathaus gibt es eine gute Nachricht: Das Uhrengeschäft hat nach der Sommerpause wieder geöffnet. Bürgermeister Christian Scheider stattete dem Geschäft einen Besuch ab. „Auf 300 Quadratmetern gibt es hier alles. Klagenfurt kann froh sein, so ein Geschäft zu besitzen“, sagt der Stadtchef.
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