Dickes Minus

Grazer Stadion kostet der Stadt Millionen im Jahr

Steiermark
23.09.2026 17:07

Mehr als vier Millionen Euro beträgt der jährliche Abgang bei der Grazer Fußballarena. Die ungewisse Zukunft lässt auch Namenssponsoren zögern. Die ÖVP übt auch deswegen heftige Kritik an der  KPÖ.

Nach der konstituierenden und einer außerordentlichen steht am Donnerstag quasi die erste „echte“ Sitzung des neuen Grazer Gemeinderats an. Wie schon vor einer Woche steht aber neuerlich vor allem Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ) im Mittelpunkt: So soll das Stadtparlament etwa die 20 zusätzlichen Millionen Euro für die Behindertenhilfe (quasi der Auslöser für den Sondergemeinderat) freigeben.

Minus von mehr als vier Millionen Euro pro Jahr
Um viel Geld geht’s auch beim Grazer Stadion. Zuletzt stieg der Verlust der städtischen Stadion Liebenau GmbH von rund 2,85 Millionen Euro (2024) auf 4,15 Millionen Euro. „Der Abgang steigt also innerhalb eines Jahres um mehr als eine Million. Wir wollen daher wissen, woher dieses Minus kommt“, sagt ÖVP-Stadtparteichef Kurt Hohensinner. Er fragt sich auch, welche Rolle das Namenssponsoring dabei spielt. Wie berichtet, steht die Arena seit März ohne Namenssponsor da.

Dem Vernehmen nach, wäre allein dadurch zumindest eine mittlere sechsstellige Summe zu lukrieren. „Man hatte mehr als ein Jahr Zeit, einen neuen Partner zu finden. Gerade in Zeiten, in denen der Finanzstadtrat immer betont, dass jeder Euro zweimal umgedreht werden muss, können wir uns eine solche Untätigkeit nicht leisten“, ärgert sich Hohensinner, der auch vorrechnet, dass sich der Abgang des Stadions beinahe schon auf Höhe des gesamten Sportbudgets der Landeshauptstadt (4,5 Millionen Euro) bewegt.

Vergabe des Baurechts oder Pacht?
Im Büro des Finanzstadtrats erklärt man den Anstieg des Verlusts mit Investitionen in Liebenau. Interessenten für ein Namenssponsoring gebe es, „sowohl aus Graz als auch von internationalen Konzernen“, wie betont wird. Allerdings zögern diese ob der ungewissen Zukunft des Stadions. Bezüglich des Umbaus sei jedenfalls alles offen: Bei der Stadt könne man sich eine Vergabe des Baurechts und auch eine Verpachtung vorstellen.

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