Entwicklung möglich

Hochwasserschutz bringt Gemeinde neue Bauflächen

Salzburg
23.09.2026 09:00

Neue Schutzbauten machen die Gemeinde Hintersee sicher. Ein weiterer Bau soll im kommenden Jahr abgeschlossen. Zehn Millionen Euro wurde in den vergangenen Jahren dafür investiert. Die Hoffnung auf neue Entwicklung im Ort ist für den Bürgermeister daher groß.

Seit fast 20 Jahren herrscht in der Flachgauer Gemeinde Hintersee nahezu stillstand, weil der Ort fast vollständig in der hochwassergefährdeten roten Zone liegt. „Deshalb können wir so gut wie nicht bauen“, schildert Bürgermeister Paul Weißenbacher (ÖVP) und fügt hinzu: „In dieser Zeit sind nur fünf Häuser gebaut worden, weil es keine Gründe mehr gibt.“

Vor zehn Jahren wurde in kleinen Schritten am Schutz vor Hochwassern gestartet – eine eigene, gemeindeweite Genossenschaft gegründet. Jetzt ist eines der wichtigsten Bauwerke beim Talschluss am Lämmerbach fertiggestellt worden. „Wir haben im Ort jetzt schon ein viel besseres Gefühl“, sagt der Bürgermeister. Für ihn war nie die Frage, ob einmal etwas passiert, sondern nur wann. Viele Bäche bekommen Material von den Bergflanken und transportieren dieses weiter. „Irgendwann putzt sich das aus und es kommt zur Katastrophe.“

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Wir haben jetzt ein besseres Gefühl im Ort. Es war zuvor nicht die Frage, ob etwas passiert, sondern nur wann.

Bürgermeister Paul Weißenbacher

Rote Gefahrenzone wird deutlich kleiner werden 
Im letzten Schritt soll noch im Herbst mit einem Schutzbau Richtung Ort begonnen werden. Dieser könnte dann 2027 fertig sein und den Hochwasserschutz vervollständigen. „Noch wissen wir nicht, ob schon heuer gebaut wird. Wenn woanders Katastrophenfälle sind, haben diese ja Vorrang“, erklärt der Bürgermeister. Insgesamt kostet das vollständige Projekt zehn Millionen Euro und bringt dem Ort nicht nur neue Sicherheit, sondern auch neue Chancen. Denn die rote Gefahrenzone wird nach einer neuen Bewertung verkleinert. „Dann können wir endlich wieder etwas machen. Wir wollen ja nicht stark wachsen, aber eine gewisse Entwicklung braucht es“, sagt Weißenbacher. So könne auch Infrastruktur und die Wirtschaft längerfristig abgesichert werden.

Ein anderes Projekt der Gemeinde ist auch schon ohne Probleme angelaufen. Erstmals gibt es in der Volksschule drei Klassen. Dafür musste das Gebäude extra adaptiert und ein zusätzlicher Klassenraum geschaffen werden.

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