Und wieder zieht sich ein Sportklub aus Salzburg freiwillig zurück! Nach den Volleyballerinnen des PSVBG Salzburg und den Footballern der Salzburg Ducks tritt der nächste Verein den freiwilligen Ausstieg aus dem Oberhaus an. Die Entscheidungsträgerin erklärte der „Krone“ den Schritt.
Aller schlechten Dinge sind offensichtlich drei! Nach dem freiwilligen Bundesliga-Abstieg der PSVBG-Volleyballdamen und der Footballer der Salzburg Ducks ziehen sich nun auch die Eishockey-Damen der DEC Eagles auf eigenen Wunsch zurück. Somit steht fest: Die Mozartstadt ist künftig nicht mehr in der Elite des Frauen-Eishockeys zu finden. Weder auf internationaler Bühne in der European Women’s Hockey League (EWHL), noch im nationalen Geschäft in der Austrian Women’s Hockey League (AWHL). Der Grund dafür? Probleme bei der Kaderplanung!
Aus sportlicher Sicht hat sich dann einfach die Frage gestellt, wie sinnvoll das für uns noch ist.
Eva Maria VERWORNER, Sportliche Leiterin DEC Eagles
„Wir waren in den letzten Jahren schon immer an der absoluten Grenze. Aus sportlicher Sicht hat sich dann einfach die Frage gestellt, wie sinnvoll das für uns noch ist“, erklärt Eva Maria Verworner als Sportliche Leiterin den Schritt. Besonders das Fehlen der heimischen Frauen im Kader war für Verworner dabei entscheidend. „Wenn wir sieben bis acht Spielerinnen aus unserer Kooperation mit Linz oder aus Innsbruck im Team hatten, dazu die vielen Importspielerinnen, um mitzuhalten, blieb für die Salzburgerinnen nur mehr wenig Platz. Am Ende hatten wir ein Verhältnis von 20:80“, fügte die 38-Jährige, die einst selbst für die Eagles auflief, hinzu. Aus diesem Grund will sich der Verein neu aufstellen.
Neue Gegner in der 2. Liga
Ganz gehen die Lichter bei den Adlerinnen aber nicht aus. Kommende Saison misst man sich in der sogenannten DEBL 2, also der zweiten österreichischen Eishockey-Bundesliga der Damen. Dort duelliert man sich neben Kitzbühel und Innsbruck auch mit den zweiten oder dritten Teams aus Linz, Villach oder Graz. Mit den „The Noreias“ ist auch ein neugegründetes Team aus Klagenfurt dabei.
„Für uns ist das eine gute Liga, wo wir gleich den Aufstieg anpeilen. So können wir schauen, was wir mit unseren heimischen Spielerinnen auf die Beine stellen können. Mir ist das wichtig, dass ein Klub aus Salzburg auf die eigenen Akteurinnen setzt und diese auch Spielpraxis bekommen. Es gibt in Salzburg schon genug Vereine, die ganz oben spielen wollen, aber das Material dafür eben nicht besitzen. Auf Dauer ist so eine Herangehensweise nicht haltbar“, ist Verworner sicher. Um erste Zweitliga-Punkte geht es dann Ende Oktober in Graz.
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