9000 Mädchen betroffen

Nur vier Schülerinnen trugen weiter Kopftuch

Oberösterreich
23.09.2026 09:00

Knapp eine Woche nach Schulbeginn in Oberösterreich zog die Bildungsdirektion eine erste Bilanz zum Kopftuchverbot. Von den rund 9000 muslimischen Mädchen wollten nur vier ihr Kopftuch nicht ablegen. Bildungslandesrätin Christine Haberlander (VP) nahm eine Studie aus Frankreich zum Anlass, um die Wichtigkeit des Verbotes zu untermauern.

Das Thema hat offenbar weniger Konfliktpotenzial als angenommen: Seit der Einführung des Kopftuchverbots für Schülerinnen unter 14 Jahren gab’s in Oberösterreich nur vier bei der Bildungsdirektion gemeldete Verstöße, die nicht auf kurzem Weg in der Schule geklärt werden konnten. Bundesweit waren es 80 Mädchen, die ihre Kopftücher weiter im Unterricht tragen wollen.

Ausgang der Verstöße offen
Ob die Fälle in Oberösterreich mit Gesprächen gelöst werden können oder bis zu 800 Euro Strafe ausgesprochen werden müssen, ist noch unklar. Beim Kopftuchverbot gehe es um Selbstbestimmung der Mädchen und deren schulische und berufliche Chancen, führt Bildungslandesrätin Haberlander ins Treffen.

Studie aus Frankreich
Haberlander untermauert dies mit einer Studie aus Frankreich, wo seit 1994 religiöse Symbole – darunter fällt auch das Kopftuch – in Schulen eingeschränkt wurden. Dort hätten sich seither die Bildungsabschlüsse der muslimischen Mädchen verbessert, während es im Vergleich bei den muslimischen Burschen keinen solchen Effekt gegeben habe.

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