Drei Personen wurden in Oberösterreich von einem jungen Jagdhund angegriffen und gebissen. Um das Tier unter Kontrolle zu bringen, holte die Polizei die Tierrettung dazu. Bei deren Eintreffen sei „Gonzo“ aber schon „ganz brav“ gewesen. Nun wird der Vierbeiner in einer Tierklinik begutachtet.
Zu einem dringenden Einsatz wurde am Sonntagabend die Tierrettung Icara von der Polizeiinspektion Ulrichsberg ins Obere Mühlviertel alarmiert. Ein erst zweijähriger Jagdhund hatte drei Menschen gebissen. „Aufgrund der Situation wurde unsere Unterstützung benötigt, um den jungen Hund sicher unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Gefährdung zu verhindern“, berichtet Icara-Obmann Georg Pold.
Vater an Hand verletzt
„Nach unserem Eintreffen haben wir uns mit den bereits anwesenden Einsatzkräften einen Überblick verschafft. Unser Mitglied Leon konnte den jungen Jagdhund sichern und ihm einen Maulkorb anlegen. Der Hund heißt ,Gonzo’. Er hat scharwenzelt wie ein Weltmeister, war dann ganz brav.“
Doch davor hatte der Jagdhund seinen Besitzer sowie dessen Eltern gebissen. Am schwersten dürfte es den Vater erwischt haben, dessen Hand verletzt wurde.
Hund in Tierklinik gebracht
„Gonzo“ wurde auf Anweisung der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach zur Evaluierung in die Tierklinik Sattledt gebracht. Dort wird nun getestet, ob der Deutsch Drahthaar mit Tollwut infiziert ist und wie es mit seinem Verhalten aussieht, etwa ob es Auffälligkeiten gibt.
Haus für „Problem-Bellos“ eröffnet
Für „Problem-Bellos“ soll es in Zukunft in Freistadt mit dem Hundehaus eine Art Beißer-Reha geben. Tierschutzlandesrat Martin Winkler (SPÖ) hat die Einrichtung am 11. September feierlich eröffnet, das Land Oberösterreich investiert insgesamt 326.500 Euro für speziell gesicherte Plätze für verhaltensauffällige bzw. gefährliche Hunde. Aufgrund einer Bauverzögerung fehlen noch Boden und Zwinger.
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