Mittlerweile ist ja kaum noch etwas vor gemeinen Dieben sicher. Selbst Außenbordmotoren von Booten sind mittlerweile ein beliebtes Ziel der Verbrecher. Oberösterreicher konnten im benachbarten Bayern Antriebe registrieren und markieren, um sie für Diebe unattraktiv zu machen.
Laser als Diebstahlschutz! Doch nicht etwa Kanonen wie aus „Star Wars“, sondern einfache Gravurgeräte verwendete die Wasserschutzpolizei Passau am vergangenen Wochenende. Geschützt wurden Geräte, die bei Banditen beliebte Beute sind: Außenbordmotoren. Die Antriebe kosten neu je nach Leistung von einigen hundert Euro aufwärts bis zu rund 45.000 Euro. Letztere sind auf der Donau eher selten unterwegs, Motoren im Wert von bis zu 10.000 Euro stattdessen gang und gäbe.
Zweck nicht erfüllt
„Anders als bei Autos ist die Identifikationsnummer bei Bootsmotoren oft so versteckt, dass sie ihren Zweck nicht erfüllt“, sagt Stefan Fuchs, stellvertretender Leiter der Wasserschutzpolizei Passau. Zwar sei kein Anstieg bei den Außenborder-Diebstählen verzeichnet worden, doch die Gravuren sollen Langfinger zusätzlich abschrecken: Bei vergangenen Diebstahlserien seien gezielt gravierte Gegenstände gemieden und ausschließlich unmarkierte Motoren entwendet worden.
Zudem können Ermittlungsbehörden sichergestelltes Diebesgut anhand der Individualnummern schnell den rechtmäßigen Eigentümern zuordnen.
Auch Österreich dabei
Erstmals wendete sich diese Aktion der bayrischen Beamten auch an Bootsbesitzer aus dem oberösterreichischen Grenzgebiet, die ihre Boote etwa in Kasten oder Schlögen ankern haben.
Wie viele Oberösterreicher tatsächlich teilgenommen haben, dazu gab es keine Zahlen – aber die Aktion sei auf großes Interesse aus dem Bundesland gestoßen, so ein Sprecher der bayrischen Polizei.
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