Rechtsextreme haben den Kampfbegriff der Remigration salonfähig gemacht – doch was würde es konkret im Alltag bedeuten, wenn die „bösen“ Ausländer wegmüssten? Wir fragten bei der OÖ Gesundheitsholding nach, zu der neben dem Kepler Uniklinikum in Linz sechs Regionalkliniken an acht Standorten in Oberösterreich gehören.
Die Antwort zeigt, wie bunt die Welt inzwischen ist. Insgesamt arbeiten in der OÖG nämlich Menschen aus 82 Nationen bzw. 2000 Mitarbeiter – das bedeutet einen Anteil von rund zwölf Prozent, so die Auskunft der Holding.
Woher kommen die Fremde?
Die größten Gruppen stammen aus Deutschland (434 Personen), Rumänien (180), Bosnien und Herzegowina (179) sowie Kroatien (144). Weitere in etwa gleich stark vertretene Nationen sind Tschechien, Ungarn, die Slowakei, die Ukraine und Serbien, gefolgt von Mitarbeitern aus der Türkei, Indien, Polen, Italien, und Syrien.
In der Pflege sind es 9 Prozent
Besonders hoch ist der Anteil internationaler Mitarbeiter im ärztlichen Bereich mit knapp 20 Prozent. Bei den Tätigkeiten in der Verwaltung, sprich Büro, Reinigung, Betriebstechnik etc., liegt der Anteil ebenso bei knapp 20%. In der Pflege sind es rund 9%.
Kopftuch ist kein Thema
Das Kopftuch sei übrigens kein Thema. „Bei uns ist die Hygiene besonders wichtig. Und da ist das Tragen eines Kopftuchs sicherlich kein Nachteil“, erklärt Personaldirektor Marc Suppin. Wichtig seien hingegen gute Deutschkenntnisse.
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