Nach einem tödlichen Messerangriff auf einen 26-jährigen Afghanen in Linz muss sich ein 34-Jähriger wegen Mordes vor Gericht verantworten. Laut Gutachten war er zurechnungsfähig, aber unter dem Einfluss von psychischen Störungen, bestätigte die Staatsanwaltschaft Linz.
Der Kroate hatte Mitte März in der Linzer Innenstadt zuerst einen ihm unbekannten Autofahrer angepöbelt. Drei Afghanen, die sich in der Nähe aufgehalten hatten, schritten in die Kontroverse ein und wiesen den nun Angeklagten zurecht. Danach gingen die drei in einen Barber-Shop.
26-Jähriger getötet
Als sie den Friseur etwa eine halbe Stunde später wieder verließen, stand der 34-Jährige immer noch da. Er soll die Männer verfolgt und zwei von ihnen mit einem Messer attackiert haben. Ein 24-Jähriger wurde schwer verletzt, ein 26-Jähriger starb wenig später im Spital.
Kokain und Alkohol
Der mutmaßliche Täter wurde kurz darauf festgenommen. Der Kroate soll am Tattag seiner Frau gegenüber angekündigt haben, dass er Amok laufen werde und einen Menschen töten möchte. Die Frau alarmierte daraufhin die Polizei, die eine Fahndung einleitete. Noch während der Suche nach dem 34-Jährigen langte aber schon ein Notruf ein, dass in der Linzer Innenstadt jemand niedergestochen worden sei.
Der Täter wurde positiv auf Kokain und Alkohol getestet. Es bestehe, so das Gutachten, die Gefahr, dass er wieder schwere Straftaten begehe. Man werde daher eine Strafe und die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum beantragen.
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