Ein Polizeibeamter zückte in einer Siedlung in Pasching seine Dienstwaffe, obwohl sich das Tier, ein sechs Monate alter Englischer Stafford, hinter einer geschlossenen Gartentür befand. Der Besitzer ist geschockt und fordert nun zumindest eine Entschuldigung.
Sein Name ist zwar „Adonis“, aber er hat eine Schulterhöhe von nur 35 Zentimetern und ist gerade einmal sechs Monate alt. Doch der Englische Stafford war der Grund, dass am Mittwoch ein Polizeibeamter in Pasching seine Dienstwaffe zückte.
Hund war hinter Zaun
Dabei war zunächst alles ganz entspannt, wie Hundebesitzer Karim W. (45) erzählt. „Mein Auto ist vor unserem Haus gestanden, daneben ein Hebebühnenfahrzeug einer Dachdeckerei, deshalb konnte niemand mehr durch. Die Polizei kam dann.“ Der 45-Jährige ging zum Gartenzaun, um mit den Polizisten zu sprechen und „Adonis“ folgte seinem Herrchen. Plötzlich zückte einer der Beamten seine Dienstwaffe und zielte auf den Hund.
Karim W. war schockiert. „Unser Grundstück ist vollständig eingezäunt, sodass der Hund grundsätzlich nicht auf die Straße gelangen kann. Zu diesem Zeitpunkt befand sich somit der Hund auf unserem Grundstück bei der Gartentür und nicht auf öffentlicher Straße“, wundert er sich über die überschießende Reaktion des Beamten.
Der Polizist zieht einfach seine Dienstwaffe und richtet sie auf den Hund und mich, obwohl wir auf unserem Grundstück waren.

Hundebesitzer Karim W. (45)
Bild: privat
Hausbesitzer fühlte sich bedroht
Und er hatte nicht nur Angst um seinen Hund, sondern auch um seine Gesundheit, denn er hatte das Gefühl, dass der Beamte auch auf ihn zielte. „Der Hund hat den Polizisten nicht einmal angebellt. Generell bellt er keine fremden Personen an und zeigt gegenüber Menschen keinerlei aggressives oder bedrohliches Verhalten“, so der Paschinger, der den Sachverhalt auch an das Innenministerium weiterleitete.
Die „Krone“ hat bei der Landespolizeidirektion OÖ zu dem Fall nachgefragt. Der Beamte habe nichts falsch gemacht, da er nicht habe vorhersehen können, wie der Hund reagiert, heißt es. Und natürlich dürfe er seine Dienstwaffe auch ziehen.
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