Die Verlängerung der Primarstufe soll Druck aus der Schule nehmen. NEOS-Landessprecherin Indra Collini fordert, dass Niederösterreich bei dem Schulversuch des pinken Bildungsministers zur Modellregion wird.
Dass heimische Schüler im PISA-Test gravierende Schwächen beim Lesen und Rechnen zeigen, ist für Indra Collini alarmierend: „Wenn immer mehr Menschen beim Lesen die Mindeststandards nicht erreichen, wird das ein Problem am Arbeitsmarkt“, ist die NEOS-Landessprecherin überzeugt. Als Gegenmaßnahme bedürfe es großer Reformschritte.
Als einen solchen sieht sie das Vorhaben ihres Parteifreundes Christoph Wiederkehr. Der Bildungsminister möchte ja die Volksschulzeit auf sechs Jahre verlängern. Collini unterstützt das: „Mit zehn Jahren den weiteren Bildungsweg entscheiden zu müssen, ist zu früh.“
Modell in 14 EU-Ländern
Eine Verlängerung der Ausbildung in der Volksschule würde Druck von Kindern, Eltern und Lehrern nehmen. Zudem sei das derzeitige vierjährige Modell international ohnehin ein Minderheitenprogramm. Laut EU-Bildungsnetzwerk gibt es eine sechsjährige Primarstufe bereits in 14 Ländern der Europäischen Union.
Unterstützung für Schulen
Die NEOS wollen am Donnerstag bei der Sitzung des Landtages in St. Pölten dafür plädieren, dass Niederösterreich zur Modellregion für die sechsjährige Volksschule wird. Collini: „Schulen, die an diesem Versuch teilnehmen wollen, soll die Landesregierung dabei unterstützen.“
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