Mit einem Messer stieg im April ein erst 17 Jahre alter Steirer in das Haus seiner Nachbarn ein und stach auf sie ein. Nun ist die Anklage gegen ihn fertig – wegen Mord und Mordversuch. Außerdem soll er laut Staatsanwaltschaft eingewiesen werden.
Diese unfassbare Geschichte versetzte den beschaulichen steirischen Ort St. Peter am Ottersbach im April in Schockstarre: Mit einem Messer bewaffnet, stieg ein 17-Jähriger über den Balkon ins Haus seiner Nachbarn ein und attackierte das Ehepaar. Der 84-Jährige starb, seine Gattin (80) überlebte schwer verletzt.
In den Polizei-Einvernahmen zeigte er sich geständig, das Motiv erschütterte auch erfahrene Ermittler: Der nach außen hin schüchtern wirkende Fleischerlehrling habe aus Lust am Morden gehandelt und nach wehrlosen Opfern gesucht.
Nun hat die Staatsanwaltschaft Graz Anklage gegen den jungen Burschen eingebracht, bestätigt Sprecher Arnulf Rumpold. Und zwar wegen Mordes und Mordversuch. Die Staatsanwaltschaft hat zudem einen Antrag auf Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum beantragt. Das bedeutet, dass der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig war, aber gefährlich ist.
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