Vergangene Woche präsentierte die Bezirksvertretung Währing die finalen Pläne für die Neugestaltung des Aumannplatzes. Nun wurden weitere Details zum Umbau präsentiert.
Eines ist klar: Ein günstiges Unterfangen wird der Umbau des jetzigen zwei- bis dreispurigen Kreisverkehrs nicht. Das gab auch Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) bei einem Hintergrundgespräch gegenüber der „Krone“ zu. Laut Kostenvoranschlag schlägt das Projekt wohl mit 3,2 Millionen Euro zu Buche. Aktuell werden noch mögliche Förderungen seitens des Bundes und der Stadt ausgelotet.
Der Straßenbau – der Verkehr wird künftig gänzlich über die Gentzgasse gebündelt – ist mit 1,5 Millionen der größte Kostenpunkt. Aber auch die geplante WC-Anlage lässt aufhorchen: Eine halbe Million kostet sie. Aufmerksamen Lesern ist jene Summe wohl nicht neu. Auch am Badeteich Hirschstetten hatte sich der Bezirk Donaustadt so ein Luxus-Klo geleistet, wir berichteten.
Insgesamt sollen am Aumannplatz künftig über 25 neue Bäume stehen. 420 Quadratmeter Fläche werden entsiegelt. Eine Fußgängerzone soll einen Schanigarten für das dort ansässige Café und einen sicheren Schulweg ermöglichen.
60 Meter mehr
Autofahrer zahlen etwas drauf. Allerdings nur bedingt, meint Nossek. „Der Aumannplatz wird stadteinwärts auf der nördlichen statt auf der südlichen Seite befahren – ein Plus von knapp 60 Metern“, so die Bezirkschefin. Anders als von Gegnern des Projekts kolportiert, bleibe die Verbindung von der Währinger Straße in die Innenstadt und zum Gürtel aufrecht.
Auch einige Geschäftstreibende, die vor ihrer Haustür statt einer Straße nun eine Fußgängerzone haben werden, hatten Besorgnis geäußert. Dass der Umsatz zurückgehen könnte, glaubt Nossek nicht. Mit ihnen sei man außerdem in regelmäßigen Austausch.
Start für 2027 vorgesehen
Das werde man auch vor Start der Baustelle beibehalten. Sie soll im Übrigen im März 2027 starten – wenn alles nach Plan läuft. Vorher müssen noch Anträge bewilligt werden.
Die Fertigstellung sollte dann schon im November 2027 erfolgen, so der Wunsch des Bezirks. Den Autofahrern wäre es zumindest zu wünschen, denn schon 2028 drohen mit den U5-Baustellen in Währing neue Verzögerungen.
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