Ein privater Trip nach Berlin, keinesfalls zufällig genau an diesem Wahlwochenende: Der Grazer KPÖ-Stadtrat Robert Krotzer war mittendrin, als für die Schwesterpartei in der deutschen Hauptstadt Geschichte geschrieben wurde. Und das hatte nicht nur politische Gründe ...
Was die KPÖ in Graz schafft, gelang am Sonntag auch der Linken in Berlin: Mit dem Thema Wohnen wurde sie erstmals stärkste Kraft in der deutschen Hauptstadt. Die Partei kam bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus auf 25,7 Prozent und lag damit deutlich vor der CDU mit 18,8 Prozent. Zum Vergleich: Die Grazer KPÖ erreichte im Juni 35,7 Prozent.
Privatbesuch bei Lebengefährtin
Mitgefeiert hat auch ein Grazer Politiker: KPÖ-Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer war am Sonntag privat in Berlin – als Begleitung seiner Lebensgefährtin Ines Schwerdtner, die als Bundesvorsitzende der Linken beim Wahlabend naturgemäß vor Ort war. Krotzer war auch mittendrin in den Feierlichkeiten und veröffentlichte unter anderem auf Instagram ein Jubelvideo vom Wahlabend.
Auf Anfrage gratulierte Krotzer der Berliner Linken und Spitzenkandidatin Elif Eralp zum Ergebnis. „Die Wohnungskrise in Berlin zeigt, was passiert, wenn öffentlicher Wohnraum privatisiert wird und die etablierte Politik dramatisch hohe Mietpreise ignoriert“, kommentiert er. „An der Miete entscheidet sich für viele, was ihnen zum Leben bleibt.“
„Alterssorgen der Menschen“
Leistbaren Wohnraum zu schaffen, dauerhaft zu sichern und Menschen vor Verdrängung zu schützen, gehöre zu den zentralen Aufgaben der öffentlichen Hand, so Krotzer. Der Wahlerfolg in Berlin zeige aus seiner Sicht zugleich, dass die Alltagssorgen der Menschen im Mittelpunkt der Politik stehen müssten.
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