Die Kärntner Landwirtschaftskammer präsentierte Leistungsbericht der abgelaufenen Arbeitsperiode. Ein Forderungspaket soll für handlungsfähige Betriebe sorgen.
„Auf uns ist Verlass“ – unter diesem Motto haben Kärntens Landwirtschaftskammerpräsident Siegfried Huber und Kammerdirektor Bernhard Rebernig eine Leistungsbilanz der vergangenen fünf Jahre vorgelegt. „Wir haben einige Meilensteine umgesetzt“, bilanzierte Huber.
Der Umgang mit dem Wolf, die Umsetzung des Kärntner Wolfsmanagements sowie das Alm- und Weideschutzgesetz waren ein heiß diskutiertes Thema. Rechtssicherheit konnte bei der Hofübergabe sowie bei der Lagerung von Siloballen erreicht werden.
Breites öffentliches Interesse fand die Petition „Laborfleisch? Nein, danke!“. 43.000 Kärntner Unterstützer sorgten mit ihren Unterschriften dafür, dass ein klares Nein zur Zulassung von Laborfleisch im Regierungsprogramm verankert wurde. Auch auf EU-Ebene dürfen Begriffe wie Fleisch, Steak oder Filet nicht für Produkte aus Zellkulturen verwendet werden.
Neue App für Landwirte
Einen großen Schwerpunkt liegt bei der Beratung und Weiterbildung der Landwirte. Es gab mehr als 2000 Bildungsveranstaltungen und über 6800 Betriebe werden jedes Jahr beraten. „Unser Job ist es, ein starker und verlässlicher Partner an der Seite der Kärntner Bauernfamilien zu sein. Das ist uns in den letzten Jahren gelungen. Mit unserer neuen LK-App sind, wird mit unserem Angebot noch einen Schritt näher an den Betrieben“, so Kammerratsdirektor Bernhard Rebernig.
Forderungs-Paket zur Entlastung der Betriebe
Die Erfolge seien aber kein Grund zum Jubeln, denn die mehr als 18.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Kärnten stehen von großen Herausforderungen. Alleine die diesjährige Dürre habe gezeigt, dass dringend Bürokratie abgebaut werden muss. „Die Freigabe der Biodiversitätsflächen zum Mähen hat zu lange gedauert. Das Futter für Kärnten war da, doch ist es auf den Flächen vertrocknet“, ärgert sich Huber. Es braucht mehr nationaler Entscheidungsfreiheit statt ständig neuer EU-Regeln.
Weitere Forderungen sind eine Entlastung bei Treibstoffpreisen, die Inflationsanpassung der Ausgleichszahlungen, ein Nein zu Lebensmittelimport, zu Dumping-Standards sowie ein Naturschutz auf Augenhöhe und in Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern.
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