Johann Holzmann sitzt nicht im Gemeinderat von St. Martin an der Raab (Bezirk Jennersdorf) und soll nun Ortschef werden. Eine neue gesetzliche Regelung im Burgenland macht diesen Wechsel nun erstmals möglich.
Johann Holzmann sitzt nicht im Gemeinderat und soll am 1. Oktober Bürgermeister von St. Martin an der Raab werden. Die SPÖ nominierte den politischen Quereinsteiger am Freitagabend einstimmig als Nachfolger von Franz Josef Kern. Wird Holzmann vom Gemeinderat gewählt, wäre er der erste Ortschef im Burgenland, der von der neuen Regelung im Gemeinderecht profitiert.
Mit dem Gemeindegesetzpaket 2025 wurde erstmals die Möglichkeit geschaffen, im letzten Jahr vor dem frühestmöglichen Termin der nächsten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl auch eine Person zum Ortschef zu wählen, die dem Gemeinderat nicht angehört. In St. Martin an der Raab soll diese Bestimmung nun erstmals zur Anwendung kommen.
Kern hinterlässt keinen Euro an Schulden
„Es erfüllt mich mit großer Ehre und Dankbarkeit, dieses wichtige Amt übernehmen zu dürfen“, sagt Holzmann und dankt seinem Vorgänger Franz Josef Kern für dessen Einsatz. Kern zieht sich nach fast 15 Jahren als Bürgermeister zurück. Seine Bilanz kann sich auch finanziell sehen lassen: Die Gemeinde ist laut SPÖ schuldenfrei und verfügt über rund 600.000 Euro Rücklagen.
Holzmann will nach der geplanten Amtsübernahme vor allem eines: raus zu den Menschen. Er kündigt an, verstärkt in allen Ortsteilen unterwegs zu sein und das direkte Gespräch mit den Bürgern zu suchen. Die SPÖ-Bezirksvorsitzenden Fabio Halb (l.) und Mario Trinkl (r.) mit Bürgermeister Franz Josef Kern und seinem designierten Nachfolger Johann Holzmann.
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