ÖFB-Teamspieler Marco Grüll hat Werder Bremen am Samstag in der deutschen Fußball-Bundesliga zu einem bemerkenswerten Comeback verholfen. Der Offensivmann erzielte beim 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand gegen den FC Augsburg den Anschlusstreffer und bereitete die beiden weiteren Tore vor.
Der SC Freiburg gab erstmals in dieser Saison in der Liga Punkte ab. Nach einem 2:2 bei Eintracht Frankfurt von Trainer Adi Hütter ist das Überraschungsteam aber weiter ungeschlagen.
Der für die WM nicht berücksichtigte Grüll rückt mit viel Selbstvertrauen beim ÖFB-Team ein. Der 28-Jährige hält nach vier Ligaspielen bereits bei sechs Torbeteiligungen – zwei mehr als in der gesamten vergangenen Saison. Erst drang Grüll über links in den Strafraum ein und setzte den Ball leicht abgefälscht zum 1:2 ins kurze Kreuzeck (65.). Danach bediente der Salzburger Niclas Füllkrug, der wuchtig zum Ausgleich traf (86.). Im Finish fand er auch noch Mitchell Weiser, der das sehenswerte Siegestor besorgte (93.).
Die Bremer, bei denen Kapitän Marco Friedl wie Grüll durchspielte und Torhüter Alexander Schlager auf der Bank saß, schoben sich mit ihrem zweiten Saisonsieg vorübergehend auf Rang sechs. Die bis dahin ungeschlagenen Augsburger, bei denen ÖFB-Stürmer Michael Gregoritsch in der 52. Minute bei einer 1:0-Führung ausgewechselt wurde, sind mit ebenfalls sieben Punkten Vierter.
Gladbach-Krise hält an, HSV befreit sich
Frankfurt, vor zwei Wochen Augsburg daheim 1:4 unterlegen, muss zwar weiter auf den ersten Heimsieg seit März warten. Immerhin stoppte das Hütter-Team aber den Siegeszug der Freiburger. Der erstmals ins DFB-Team berufene Younes Ebnoutalib mit seinem vierten Saisontor (10.) und Jonathan Burkardt (36.) brachten die Eintracht zweimal in Führung. Freiburg gelang durch Derry Scherhant (34.) und Yuito Suzuki (48.) jeweils der Ausgleich. Die Breisgauer mit Philipp Lienhart im Abwehrzentrum liegen mit zehn Punkten nach vier Runden gleichauf mit Meister Bayern München.
Mainz mit den ÖFB-Legionären Stefan Posch und Phillipp Mwene schob sich durch ein 4:3 beim immer tiefer in die Krise rutschenden Schlusslicht Borussia Mönchengladbach auf Rang fünf. Die Gladbacher sind auch nach der Trennung von Trainer Eugen Polanski weiter punktelos. Die ersten Tore und Zähler der Saison durfte dagegen der HSV verbuchen: Die Hamburger setzten sich zu Hause gegen den 1. FC Köln mit 2:1 durch. Den Torbann seines Clubs durchbrach kurz vor der Pause der Ex-Salzburger Nicolas Capaldo per Kopf (43.). Dazu war Yussuf Poulsen erfolgreich (49.).
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