Was für ein dramatischer MotoGP-Sprint am Red-Bull-Ring in Spielberg: Mit einer Unachtsamkeit und dem damit verbundenen Sturz hat KTM-Ass Pedro Acosta (POR) den sicher scheinenden Sieg drei Runden vor Ende noch weggeschmissen! Am Ende gewann der Spanier Jorge Martín (Aprilia) vor seinem Landsmann Marc Márquez (Ducati) sowie dem Italiener Marco Bezzecchi (Aprilia) und übernahm damit wieder die WM-Führung drei Punkte vor Marquez …
„Bitter, wenn so eine Performance da ist, der Matchball am Punkt liegt und du verwandelst ihn nicht. Für das gute Aussehen bekommen wir leider keine Punkte“, ärgerte sich KTM-Motorsportchef Pit Beirer bei ServusTV. „Er hat den Bremspunkt einfach komplett verpasst und nicht viel mehr gesagt als ‘Sorry, Boys‘“. Der Südafrikaner Brad Binder wurde als bester KTM-Pilot Neunter und bekam noch einen Punkt.
Aggressives Bremsmanöver
In einer spannenden Startphase war Acosta an Martin und Marquez vorbeigegangen. Zuvor hatte sich Letzterer mit einem aggressiven Bremsmanöver an seinem WM-Rivalen vorbeigequetscht.
Martin rutschte bis auf den achten Platz zurück, startete danach aber eine Aufholjagd, die im Sieg mündete. Der Ex-Weltmeister schnappte sich seine Gegner der Reihe nach in der ersten Kurve. In der achten von 14 Runden bremste sich Martin an Marquez vorbei, kurz darauf profitierte der „Martinator“ vom Acosta-Unfall.
Aufholjagd vom „Martinator“
„Natürlich hatte ich ein wenig Glück mit dem Sturz von Pedro“, betonte Martin im Sieger-Interview. Er habe nach der ersten Runde schon gedacht, dass es keine Chance mehr gebe. „Aber ich habe alles gegeben und bin sehr glücklich mit meinem Team.“ Marquez freute sich ebenfalls über sein Resultat, der dritte Platz sei eigentlich sein Ziel gewesen. „Weil ich schon gesehen habe, dass Pedro und Jorge schneller sind als ich. Ich bin glücklich und bereit für morgen“, sagte der neunmalige Weltmeister.
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