„Sicherheit geht vor“

Burgenland hat so viele Polizisten wie noch nie

Burgenland
18.09.2026 18:00

Abseits der Debatte um Nachbesetzungen und ein neues Dienstzeitmodell verstärken zusätzlich junge Beamte das Team der Exekutive im Burgenland – ein historischer Personalhöchststand im Auftrag der Sicherheit.

Ein Großaufgebot an Beamten versammelte sich Freitagvormittag im Strandbad in Neusiedl am See. Im Beisein von Ehrengästen – allen voran Innenminister Gerhard Karner, Landespolizeidirektor Martin Huber und Bürgermeisterin Elisabeth Böhm – wurden im Rahmen des „Tages der Bundespolizei“ 47 Inspektoren, davon 23 Frauen, ausgemustert. Ab sofort verstärken sie die Dienststellen im Burgenland.

Beruf mit vielen Herausforderungen
26 angehende Polizisten, die am 1. September ihre zweijährige Ausbildung begonnen haben, wurden angelobt. „Danke an die elf Schülerinnen und 15 Schüler, dass sie sich für den vielseitigen, herausfordernden Polizeiberuf entschieden haben“, sagte Karner. Huber hob nicht nur den unermüdlichen Arbeitseifer der Beamten hervor, sondern stellte ebenso die Leistungen der Einsatzeinheit Burgenland in den Fokus, die seit 40 Jahren besteht.

Goldene Auszeichnung der Republik Österreich für besondere Verdienste: Innenminister Karner nahm ...
Goldene Auszeichnung der Republik Österreich für besondere Verdienste: Innenminister Karner nahm die Übergabe persönlich vor.(Bild: Reinhard Judt)

Mit mehr als 1800 aktiven Exekutivbediensteten verzeichnet die Landespolizeidirektion nun einen Personalhöchststand. „Noch nie zuvor sorgten so viele Polizisten für die Sicherheit der Menschen im Burgenland“, hieß es. Für besondere Verdienste wurden neben zwei Bundesmedaillen auch 17 Landesauszeichnungen verliehen.

Exekutive reagiert auf Veränderungen
Voll im Gang ist die Einführungsphase eines neuen, bundesweiten Dienstzeitmanagements in den Testbezirken Bregenz, Linz, Leibnitz, Gänserndorf und Wien-Brigittenau. „Das künftige Modell wird in einer zweijährigen Projektetappe mit umfangreichen Evaluierungsstadien sorgfältig umgesetzt. Erfahrungen aus der Praxis fließen laufend ein“, wie im Innenministerium zu erfahren ist.

Einsatzstärke im Streifendienst gebündelt
Mitunter wird derzeit Kritik laut, dass es wegen des geplanten Dienstzeitmodells zur Reduktion der Funkstreifen und damit zu weniger Polizei auf den Straßen kommen könnte. „Das Gegenteil ist der Fall“, kann die Bundespolizeidirektion beruhigen: „Ein zentrales Ziel ist, die verfügbaren Kräfte stärker nach dem tatsächlichen polizeilichen Bedarf einzusetzen, also dort und zu jenen Zeiten, an denen sie für die Bevölkerung benötigt werden.“ So wie bisher richte sich die Streifenstärke grundsätzlich nach der Sicherheitslage, dem Einsatzgeschehen und den regionalen Erfordernissen, wird betont.

Der Vorwurf, dass vermehrt tageweise Schließungen kleiner Polizeiinspektionen vorgesehen seien, weist Bundespolizeidirektor Michael Takács strikt zurück: „Mit dem neuen Dienstzeitmanagement sollen die verfügbaren Ressourcen gezielter für den Außen- und Streifendienst sowie für den tatsächlichen Einsatzbedarf eingesetzt werden.“ Die Sicherheit gehe vor.

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