„Krone“-Kommentar

Kein Kinderspiel für den neuen ÖBAG-Chef

Kolumnen
19.09.2026 06:00
Porträt von Georg Wailand
Von Georg Wailand

Insgesamt haben sich 46 Bewerber gemeldet, in die enge Auswahl kamen neun davon, geworden ist es mit Thomas Arnoldner ein erfahrener und tadelloser österreichischer Manager: Er wird in den nächsten fünf Jahren die ÖBAG, also die Holding der Staatsbeteiligungen mit einem Wert von 31 Milliarden Euro, als Alleinvorstand führen.

Bilanziert für die „Krone“: Wirtschaftschef Georg Wailand
Bilanziert für die „Krone“: Wirtschaftschef Georg Wailand(Bild: Krone KREATIV/Reinhard Holl)

Ich halte das für eine gute Entscheidung, das besonders Gute daran ist, dass er von seiner Vorgängerin Edith Hlawati eine erfolgreiche und skandalfreie Holding übernehmen kann.

Warum hat man sich für Arnoldner entschieden? Nun, er ist die letzten acht Jahre im Vorstand der A1 Telekom gestanden und hat dort mit den mexikanischen Mehrheitsgesellschaftern einen guten Weg gefunden. Ja, Konzernerfahrung hat er. Von Nokia über Alcatel, T-Systems bis hin zur Telekom. Auch an den Börsen kennt er sich aus, mit der Telekom-Abspaltung der Sendemasten ist ihm ein guter Coup gelungen.

Als neuer ÖBAG-Chef warten freilich gewaltige Anforderungen auf ihn: In seinem weiten Netzwerk gilt er als VP-nahe, als lösungsorientiert und als geschickter Verhandler. Jetzt soll er auch die Innovationsstärke der ÖBAG samt KI forcieren und neue Zukunfts-Beteiligungen ermöglichen. Dass all das kein Kinderspiel ist, beweisen die Machtkämpfe mit den arabischen Partnern im Rahmen der OMV.

Eines ist klar: Mit Thomas Arnoldner wird ein neues Kapitel der ÖBAG aufgeschlagen.

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