Es war eine dramatische Szene: Der damalige Chef in der Verstaatlichten-Holding, Hugo Sekyra, schleuderte der meuternden Belegschaft in Kapfenberg entgegen: „Verstehen Sie doch, wir sind pleite!“
Und so war es auch. Politischer Einfluss war die tödliche Krankheit. Die Parallele zur Situation des ORF in der heutigen Zeit ist nicht zu übersehen. Solange das Geschäft rund läuft und Posten zu vergeben sind, bleiben die Parteien ruhig. Aber wehe, wenn es schwierig wird: Da sind immer „die anderen“ schuld gewesen. Bis zur bitteren Pleite.
Warum diese Erinnerung? Jetzt hat die ÖBAG, also die Holding der Staatsbeteiligungen, eine neue Strategie erarbeitet. Gott sei Dank ist sie wirtschaftlich gesund: Die Beteiligungen (OMV, Post, Telekom Austria, Verbund etc.) sind 32 Milliarden Euro wert, seit 2019 haben sie mehr als acht Milliarden Euro an die Republik Österreich ausgeschüttet und 103.000 Arbeitsplätze gesichert.
Jetzt aber soll diese ÖBAG eine „aktivere Rolle“ bekommen. Also auch Beteiligungen eingehen, Innovationen vorantreiben.
Das wird ein Tanz auf der Rasierklinge. Warum? Weil die ÖBAG in den letzten Jahren sachlich geführt wurde, 100 Personalentscheidungen wurden getroffen ohne Polit-Streit. Ruhepol war die „Chefin“ Edith Hlawati, sie war 30 Jahre im ÖBAG-Umfeld tätig. Wie aber schaut die Zukunft aus, damit nicht die Politik wieder „Wünsch dir was“ spielen kann?
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