Noch vor einigen Wochen drohte das Weiße Haus Personen, die über Waffen- und Munitionsengpässe bei der US-Armee berichten, mit langjährigen Haftstrafen. Nun ist das Leugnen zu Ende, eine Aufsichtsbehörde des Verteidigungsministeriums hat in einem ersten offiziellen Bericht an den Kongress die leeren Depots bestätigt.
Der Munitionsverbrauch im Rahmen der „Operation Epic Fury“ (auf Deutsch etwa: „Operation Epische Wut“) habe „strategische Bestandslücken“ verursacht und „Engpässe in der Rüstungsindustrie bei der Nachschubversorgung offenbart“, hieß es in dem am Montag (Ortszeit) erschienenen Bericht. Um diese Engpässe zu verringern, arbeite das Verteidigungsministerium daran, Beschaffungsprozesse und Produktionsvorlaufzeiten zu straffen und kritische Materialien, Komponenten und ausgewählte Munition einzulagern, „um im Notfall schnell reagieren zu können“, stand weiter zu lesen.
Iran-Krieg kostete bisher rund 28,9 Mrd. Euro
Verfasst wurde der Bericht von der Generalinspektion des Pentagons, einer unabhängigen Behörde innerhalb des Ministeriums. Er deckt den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni ab. Dem Bericht zufolge schätzt das Verteidigungsministerium die Kosten des Einsatzes bis Ende Juni auf 33,4 Milliarden US-Dollar (rund 28,9 Mrd. Euro). Verbrauchte Munition ist mit über 22 Milliarden Dollar (rund 19 Mrd. Euro) der mit Abstand größte Posten.
Über schwindende Vorräte hatten zuvor unter anderem der US-Sender CNN und die Zeitung „Washington Post“ berichtet und sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berufen. Allen voran gehe es dabei um weitreichende Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und Patriot-Abfangraketen, die auch die Ukraine derzeit dringend benötigt.
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