Kampf gegen Hitze

Diese Stadt sorgt für kühle Köpfe in den Schulen

Niederösterreich
15.09.2026 18:00

Der heurige Sommer hat bereits gezeigt, was eine richtige Hitzewelle ist – und die Zukunft könnte noch heißer werden. In Wiener Neustadt (Niederösterreich) werden daher in Schulen und Kindergärten jetzt schrittweise Klimaanlagen installiert.

Während in der Bundespolitik über den Klimawandel gestritten wird, zieht in Wiener Neustadt die bunte Stadtregierung im Kampf gegen die Auswirkungen künftiger Hitzewellen an einem Strang – zumindest wenn es um das Wohl der Jüngsten geht.

300.000 Euro für Kühlung
„Denn nur wer einen kühlen Kopf bewahrt, kann unbeschwert spielen und lernen“, gibt Bildungsstadtrat Philipp Gruber (ÖVP) das Motto vor. Daher werden jetzt Schulen und Kindergärten in der Allzeit Getreuen sukzessive mit Klimaanlagen ausgestattet. 300.000 Euro stehen vorerst dafür zur Verfügung.


„Die Kühlung wird nachhaltig mit Sonnenenergie erzeugt“, erklären Vizebürgermeister Rainer Spenger (SPÖ) und Jugendstadtrat Philipp Gerstenmayer (FPÖ). Der Strom wird von Photovoltaikanlagen auf den Bildungseinrichtungen oder der städtischen Energiegemeinschaft bezogen.

Vereint gegen Hitze in Schulen und Kindergärten: Demir, Spenger, Schneeberger, Gerstenmayer ...
Vereint gegen Hitze in Schulen und Kindergärten: Demir, Spenger, Schneeberger, Gerstenmayer (v.li.).(Bild: Stadt Wiener Neustadt/Weller)

Kindergärten haben Priorität
Da die Kindergärten auch im Sommer geöffnet sind, ist hier der Handlungsbedarf am dringendsten, betont Gemeinderat Kanber Demir. Von den 25 Standorten in der Stadt verfügen vier bereits im Klima-, drei über Lüftungsanlagen. Die restlichen werden in den kommenden zwei bis drei Jahren „gekühlt“. Bei den Schulen machen Firnberg-, Scheicher- und Barwitzius-Schule 2027 den Anfang.

Hilfe bei Finanzierung
„Als Stadt tragen wird die Verantwortung, unsere Infrastruktur zukunftsfähig und krisenfest zu machen“, sagt Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP). Allerdings können Gemeinden diese Aufgabe angesichts des Klimawandels wohl nicht alleine Schultern. Der Stadtchef kündigt daher eine Resolution an, mit der Bund und Land aufgefordert werden, Förderungen für derartige Investitionen zu schaffen. 

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