Laut dem Weißen Haus gibt es keine Waffenengpässen bei der US-Armee. Präsident Donald Trump droht Personen, die Gegensätzliches behaupten, sogar mit hohen Haftstrafen. Doch nun erging der Befehl an Rüstungsunternehmen, die Produktion und Lieferung von Waffen und Munition zu beschleunigen.
Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Steve Feinberg habe Vertretern der Rüstungsindustrie am Mittwoch eine Frist von maximal drei Wochen übermittelt, um Pläne vorzulegen, die schnellere Liefertermine und/oder eine gesteigerte Produktion für kritische Fähigkeiten vorsähen, zitieren CNN und die „Washington Post“ aus einer Mitteilung des Pentagon. Laut der Zeitung soll Feinberg darin eine klare Erwartung geäußert haben: „Jahrelange Entwicklungszyklen sind nicht akzeptabel.“ Man müsse die Pläne drastisch beschleunigen und die Produktionskapazitäten jetzt ausbauen, zitiert ihn die „Washington Post“ weiter.
Veraltetes Beschaffungssystem in der Kritik
Seit dem ersten Tag von Pete Hegseth als US-Verteidigungsminister konzentriere sich das Pentagon darauf, einen Wandel hinsichtlich der Geschwindigkeit, Kapazität und Schlagkraft der amerikanischen Verteidigungsindustrie herbeizuführen, betonte Ministeriumssprecher Sean Parnell in einem Statement. Hegseths Stellvertreter Feinberg arbeite daran, ein veraltetes Beschaffungssystem zu reformieren. „Direkt mit führenden Vertretern der Industrie zusammenzuarbeiten, um die Produktion zu beschleunigen, ist nichts Neues.“
Iran-Krieg leert die US-Depots
Die Denkfabrik Center For Strategic And International Studies (CSIS) in Washington schätzte Stand Ende Juli, dass der USA noch bis zu knapp 830 Patriot-Abwehrraketen zur Verfügung stünden. Vor dem Iran-Krieg seien es geschätzt gut 2300 gewesen. Bei THAAD-Abwehrraketen ging die Denkfabrik von 452 vor dem Krieg aus. Ende Juli seien es geschätzt noch bis zu 278 Raketen gewesen.
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