Da staunten die Kollegen aus der „Krone“ Sportredaktion nicht schlecht, als ihnen plötzlich Samstagnachmittag ein gelber Wellensittich bei der Arbeit zusah. Doch wenn so ein buntes Vögelchen in der freien Wildbahn zu sehen ist, dann muss schnell gehandelt werden.
Etwas ungläubig muss der Blick aus dem Fenster des „Krone“ Newsroom gewesen sein. Ein süßer gelber Wellensittich saß am Geländer vor dem Fenster und äugte neugierig ins Innere.
Das herzige Schauspiel hat allerdings einen ernsten Hintergrund. Die Überlebenschancen von entflogenen Sittichen sind denkbar gering, ohne menschliche Fürsorge ist das Vögelchen dem sicheren Tod geweiht.
Tierischer Einsatz
Das war auch den beiden „Krone“ Redakteuren klar, die an diesem Wochenende Dienst hatten. Stefan Schnittka und Oliver Papacek schritten beherzt zur Tat und retteten das bunte Tierchen. „Oliver war unten in der Kantine, hat das Fenster geöffnet. Ich habe den Vogel – der auf der Außenrollo saß – mit einem Handtuch dazu bewegt, dass er hereinfliegt“, erinnert sich Sportjournalist Schnittka.
30 Tage Frist
Danach verständigten die beiden die Wiener Tierrettung. Die Wartezeit wurde genutzt, um den Kleinen mit Sonnenblumenkernen und Wasser zu versorgen, was er auch dankend annahm. Mittlerweile wartet der Wellensittich in einer Auffangstation auf seine Besitzer. Falls er binnen 30 Tagen nicht abgeholt wird, kann er auf einen neuen Platz vergeben werden.
Aber vielleicht wird der gelbe Piepmatz schon sehnsüchtig vermisst. Bis sich seine Besitzer melden, ist er jedenfalls in Sicherheit – und zeigt einmal mehr, dass manchmal schon ein offenes Fenster, ein Handtuch und ein bisschen Herz reichen, um ein kleines Leben zu retten.
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